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Zusammen schaut sich’s besser

Wenn ab Freitag der EM-Ball rollt, öffnen in und um Görlitz verschiedene Public Viewing-Orte. Wir stellen einige vor. Und das Tippspiel gibt´s ja auch noch.

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© Jens Trenkler

Von Daniela Pfeiffer

In Groß-Krauscha hängt die Fahne schon. Sie wird wohl wie bei allen großen Fußballturnieren der vergangenen Jahre das wichtigste Fan-Untensil werden. Auch und vor allem bei den Public Viewing-Plätzen. Einen richtet Per Wiesner diese Woche in Groß-Krauscha ein. Er ist hier Inhaber des Kretschams. Ein kleiner Dorfladen mit Gaststube ist es, wo auch sonst regelmäßig Fußball läuft, wenn gerade nicht Europameisterschaft ist. Vier Bierzeltgarnituren will Per Wiesner noch draußen aufbauen, der Pavillon, an dem die Fahne flattert, steht bereits. 30 bis 40 Leute können hier bequem sitzen. Sollte es regnen, kann man in die Gaststube umziehen, wo ohnehin ein Beamer steht. Übertragen werden erst mal alle deutschen Spiele. Sollte die deutsche Mannschaft beizeiten nach Hause müssen, wird operativ entschieden, welche weiteren Spiele übertragen werden.

So will es auch die Landskron Brauerei handhaben. Hier wird einmal mehr der größte Public Viewing-Ort der nächsten Wochen sein. Schon allein am ersten Wochenende rechnet das Brauereiteam mit vollen Plätzen, da ja auch Braufest ist. Wo sonst das Beachvolleyball-Feld war, nämlich in der Gasse zum Sudhaus, steht diesmal das Fußball-Zelt. An diesem Wochenende werden dort sämtliche EM-Spiele gezeigt. Nach dem Braufest zieht das Public Viewing wieder direkt in oder bei schönem Wetter vor die Kulturbrauerei. Annett Gernhardt, in der Brauerei fürs Marketing zuständig, erinnert sich noch an die ersten Male von Public Viewing. „Damals hatten wir noch einen Beamer, und der fiel genau zwei Minuten vor Anpfiff aus.“ Mit der modernen LED-Technik steht man nun auf sicherer Seite. Nur die Sicherheit, dass Deutschland ins Finale kommt, gibt es dadurch natürlich auch nicht. „Wir zeigen nur Spiele mit deutscher Beteiligung“, sagt Lars Semrok, der für die Veranstaltungen in der Brauerei verantwortlich ist. „Erfahrungsgemäß interessieren andere Spiele die Leute nicht, da kommen maximal 50 bis 60 Leute, dafür lohnt der Aufwand nicht.“ Immerhin koste eine einzige Übertragung einen vierstelligen Betrag. Und da die Besucher kostenlos schauen dürfen, kann das Geld nur durch den Umsatz an Speisen und Getränken zurück erwirtschaftet werden.

Kostenlos sind übrigens alle Public Viewing Übertragungen. Auch im Görlitzer Filmpalast, der zum ersten Mal ein Fußballturnier überträgt. „Wir versuchen es mal“, sagt Kinoleiter Stefan Kretschmer. Er sei immer bemüht, Trends mitzumachen und den Kinogängern neue Angebote zu machen. Warum also nicht Fußball übertragen? „Die technischen Voraussetzungen sind ja da und im Sommer haben wir ohnehin weniger Kinostarts“, sagt Kretschmer. Außerdem glaubt er, dass die Lichtverhältnisse im Kino natürlich günstiger sind als draußen, wenn um 18 Uhr bei strahlendem Sonnenschein ein Spiel beginnt.

Als Zielgruppe fürs Kino stellt sich Kretschmer eher das gediegene Publikum vor, das in Ruhe schauen will – abseits von tobenden Massen. Es ist schon so gedacht, dass jeder seinen Platz hat und auch während des Spiels sitzt. Von kurzen Torjubelsprüngen mal abgesehen. 300 Plätze hat der große Saal, wenn sie alle besetzt sind, ist Schluss. 60 Minuten vor Anpfiff können an der Kinokasse Karten geholt werden – kostenlos. 20 Minuten vor Anpfiff ist Einlass. Gezeigt werden alle Spiele der deutschen Mannschaft, außerdem Halbfinale und Finale.

Richtig viel Platz ist in der Zgorzelecer Turow-Arena. Hier werden alle 52 Begegungen der EM in Frankreich auf Großbildschirm gezeigt. Es gibt außerdem eine Fanmeile an der Ulica Lubanska, die am Freitag um 16 Uhr eröffnet wird. Die polnische Mannschaft hat ihr erstes Spiel am Sonntag, um 18 Uhr, gegen Nordirland. Brodeln dürfte die Arena am 16. Juni, wenn um 21 Uhr Polen gegen Deutschland spielt.

Dann wird es sicher auch im kleinen Feuerwehrgerätehäuschen in Girbigsdorf wieder eng. Zu einem beschaulichen öffentlichen Schauen laden die Mitglieder des Feuerwehrvereins ein. Vor zwei Jahren haben sie das zur WM zum ersten Mal getan, es schrie nach Wiederholung. Auch hier gilt: „Wir zeigen alle deutschen Spiele, danach nach Wunsch“, sagt Tobias Mühle vom Verein. Bier und Bratwurst gehören natürlich dazu. Die Fahne auch. Der Rest hängt dann vom Spiel der deutschen Mannschaft ab.

Beim Tippspiel zwei VIP-Karten für ein Dynamo-Heimspiel gewinnen

Bei unserem Tippspiel zur EM suchen wir den besten Tipper im Kreis Görlitz. Der Gewinner und seine Begleitung sind von uns eingeladen zu einem Heimspiel von Dynamo Dresden. Mit Platz auf der VIP-Tribüne und Verpflegung in der Lounge.

Und das sind die Regeln: Es gilt, sieben Spiele der EM möglichst richtig vorherzusagen. Im Idealfall sind das alles Spiele mit deutscher Beteiligung. Die drei Vorrundenspiele gegen die Ukraine (12.6.), Polen (16.6) und Nordirland (21.6.) auf jeden Fall. Dann beim Weiterkommen alle K.o.-Spiele mit deutscher Beteiligung – bis hin zum Finale. Scheidet Deutschland aus, wählen wir für den Tipp der nächsten Runde ein Spiel aus. Das Finale wird in jedem Fall das letzte Spiel sein, das zu tippen ist.

Wie und wann tippe ich? Am Ende dieses Textes finden Sie den Link zum jeweils aktuellen Tipp. Es wird immer das direkt bevorstehende Spiel getippt. Das heißt, zurzeit ist das Gruppenspiel Deutschland gegen Ukraine am kommenden Sonntag freigeschaltet. Sie tragen Ihren Tipp ein, dazu ihre Mailadresse (damit Sie wirklich nur einmal tippen und wir Ihren Tipp zuordnen können) und senden das ab. Der Clou: Sie können bis zum Anpfiff mitmachen. Erst am Sonntag um 21 Uhr wird das Spiel durch das nächste ersetzt, das Sie dann wiederum bis zum Anpfiff tippen können.

Nach jedem Spiel halten wir Sie in der SZ und online auf dem Laufenden und verraten, wie viele Tipper richtig lagen. Am Ende gewinnt der, der bei allen sieben Tipps zusammen die meisten Punkte gesammelt hat – bei Gleichstand entscheidet das Los. Dabei gibt es für das richtig vorhergesagte Ergebnis zwei Punkte, für die richtige Tendenz (Sieg, Unentschieden, Niederlage) einen Punkt. Es ist unerheblich, ob Sie an allen Tipprunden teilnehmen, am Ende kommt es auf die Gesamtpunktzahl an.

Als kleine Orientierung oder wenn Sie so wollen besondere Motivation gibt unser Lokalsport-Experte Frank Thümmler seinen Tipp jeweils in der Zeitung ab. Für Deutschland-Ukraine sagt er ein 1:0 voraus.

Wir wünschen viel Spaß beim Tippen, ein gutes Näschen und ein bisschen Glück. (mit ft, kpl)

Hier kommen Sie direkt zu unserem Tippspiel.