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Zusatz-Kosten für Brauerei-Abriss

Die Arbeiten werden 20 000 Euro teurer als geplant. Das sorgte nun für Unverständnis im Königswarthaer Gemeinderat.

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© Uwe Soeder

Königswartha. Eigentlich hätte die beauftragte Firma für den Abriss des Wohnhauses der alten Brauerei am Gutsplatz/Ecke Bahnhofstraße in Königswartha sich das Haus angucken können, bevor sie ein Angebot abgibt. Dass der Abriss nun um über 20 000 Euro teurer werden soll, verstehen die Gemeinderäte nicht. Dennoch stimmten sie grundsätzlich zu, die Mehrkosten zu akzeptieren. Aber nicht in der Höhe.

Dass sich im Gebäude echter Hausschwamm befindet, hat jetzt eine Untersuchung bestätigt. Dennoch sollen nicht alle geschätzten Mehrkosten für die Entsorgung des Sondermülls akzeptiert werden. Der Firma soll ein Gutachter an die Seite gestellt werden. Um Kosten zu sparen, soll zum Beispiel kein Gerüst aufgestellt werden. Erst, nachdem die Dachkonstruktion abgebaut ist, soll dann ein Sachverständiger sehen, wie viel Fläche tatsächlich befallen ist. Maßnahmen, wie viel Sondermüll entsorgt werden muss, werden dann mit der Firma abgestimmt.

Dass der Königswarthaer Gemeinderat trotz der Kosten zugestimmt hat, liegt vor allem daran, dass auch Kosten, zum Beispiel für den Rechtsanwalt, entstanden wären, wenn die Vergabe rückgängig gemacht worden wäre. Ob das Geld danach auch noch für die von der Denkmalbehörde geforderten Mauer reicht, sei noch nicht klar. Darüber müsse man dann im Jahr 2017 neu nachdenken, sagte Königswarthas Bürgermeister Swen Nowotny (CDU). Der Gemeinderat stimmte zusätzlichen Kosten bis zu 20 000 Euro zu, die aus den Mehreinnahmen von Grundstücksverkäufen stammen. (SZ/kf)