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Zwei Sachsen stürzen in den Tod

Am Monte-Rosa-Massiv sterben in kurzer Zeit sechs Alpinisten. Ein Bergsteiger wird rechtzeitig per Hubschrauber ausgeflogen.

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© dpa-tmn

Zermatt. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich am Wochenende sechs tödliche Abstürze in den Schweizer Alpen. Die Bergsteiger kamen nach Informationen der Schweizer Tageszeitung Blick auf drei verschiedenen Kletterrouten im Monte-Rosa-Massiv ums Leben.

Zu den Todesopfern gehören laut italienischer Bergwacht zwei Bergsteiger aus der Region Dresden. Die 50 und 36 Jahre alten Männer waren am Castor (4 228 Meter) auf dem Gipfelgrat unterwegs und stürzten mehrere Hundert Meter in die Tiefe. Sie wurden auf der italienischen Seite am Passo del Verra tot geborgen. Der Pass verbindet die Gipfel Castor und Pollux. Ein dritter Bergsteiger dieser Gruppe war vor dem Unglück beim Aufstieg per Hubschrauber der Air Zermatt wegen gesundheitlicher Probleme gerettet und ausgeflogen worden.

Vor der Tragödie mit den Sachsen waren drei Schweizer aus dem Wallis gestorben. Sie befanden sich auf dem Weg zur Dufourspitze (4 634 m), dem höchsten Berg der Schweiz. Ihnen wurde eine abbrechende Wechte zum Verhängnis, ein überhängendes Schneebrett. Die Drei stürzten 800 Meter in die Tiefe. Fünf Begleiter – die Seilschaft hatte zuvor die Absturzstelle passiert – konnten sich in Sicherheit bringen.

Ein weiterer Alpinist starb beim Abstieg vom Castor. Er gehörte zu einer fünf Mann starken Gruppe aus den Niederlanden. Laut Blick war das Unfallopfer offenbar nicht angeseilt. Nach einem Stolperer stürzte der Holländer in die Tiefe.

Das Monte-Rosa-Massiv ist wegen der Vielzahl an Viertausender-Gipfeln beliebt bei Bergsteigern. In den vergangenen Wochen kam es zu zahlreichen Abstürzen und Bergunfällen in den Alpen. Laut Sächsischem Bergsteigerbund SBB herrschen derzeit in den Alpen problematische Witterungsbedingungen zum Bergsteigen. Der SBB trauert um zwei Bergfreunde. (SZ/may)