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2019 Baubeginn für Lithium-Bergwerk

Die Vorbereitungen für das Bergbauprojekt in Zinnwald sind in einer entscheidenden Phase. Auf Eines kommt es jetzt an.

Von Franz Herz
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Lithiumbohrung am Besucherbergwerk in Zinnwald.
Lithiumbohrung am Besucherbergwerk in Zinnwald. © Archivbild: Frank Baldauf

Die Deutsche Lithium GmbH will in Zinnwald ein Bergwerk errichten. Dafür soll ein Stollen aufgefahren werden, der als schräge Rampe 155 Meter in die Tiefe führt. Läuft alles optimal weiter, können die Arbeiten im August 2019 beginnen.

Prof. Armin Müller, Geschäftsführer von Deutsche Lithium, erläuterte den Zeitplan für das Projekt am Donnerstag in einem Vortrag an der TU-Bergakademie Freiberg. Die Vorbereitung ist jetzt in einer entscheidenden Phase. Vergangenen Sommer wurde mit einer Großprobe von hundert Tonnen nachgewiesen, dass das Erz aus Zinnwald so aufbereitet werden kann, wie es sich die Deutsche Lithium vorstellt. Im Oktober hat sie Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, die belegen, dass auf dem deutschen Gebiet von Zinnwald 125 000 Tonnen Lithium liegen, deutlich mehr als angenommen. Nun soll im Januar das technische Konzept vorgestellt werden. Damit sind alle Daten zusammen, um bis März die Machbarkeitsstudie fertigzustellen. Die soll für Geldgeber nachweisen, dass das Projekt wirtschaftlich ist. Dann beginnen die letzten Verhandlungen mit Investoren. Für das Projekt sind Kosten von 120 Millionen bis 140 Millionen Euro im Gespräch. Wenn diese Mittel bereitstehen, könnte im August 2019 die Errichtung des Bergwerks beginnen. Banken hätten schon Interesse bekundet, Kredite zu gewähren, sagt Müller.