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24 Tür-Geschichten

Adventskalender gibt es viele. Der von Anne Krahl enthält auch einen Mord. Trotzdem soll er den Fest-Gedanken zurückholen.

Das Adventskalenderbuch von Anne Krahl ist im Carow Verlag erschienen, hat 72 Seiten und kostet 13 Euro. © Repro: SZ

In der größten Hitze des Sommers hat sich Anne Krahl schon mit Weihnachten beschäftigt. „24 Türchen – Ein Adventskalenderbuch“ ist ein etwas anderes Buch und ein etwas anderer Adventskalender. „Geistig gehaltvoll, kalorienfrei, gut für Körper und Seele“ beschreibt die Pirnaer Hobbyautorin ihn.

Ihre 24 Geschichten, Gedichte und Anekdoten sind so bunt wie ein Weihnachtsmarkt. Es gibt Briefe an den Weihnachtsmann, Anekdoten, die Erinnerungen ihrer Großmutter an das Fest und wie bei Anne Krahl üblich, einen Mord auf dem Weihnachtsmarkt. Das ist für sie kein Widerspruch. Schließlich sei Weihnachten ein Ereignis, das bei vielen Menschen sehr unterschiedliche Reaktionen auslöst, sagt Anne Krahl. Sie will mit ihren 24 Episoden verschiedene Aspekte beleuchten und den Leser mal auf lustige, mal auf spannende und auch mal auf nachdenklichen Weise auf das Fest einstimmen. Die Inspiration zum Adventskalenderbuch habe ihr das Leben gegeben. „Es hat so viele Facetten. Man muss nur gut zuhören, beobachten und lernen, dann offenbaren sich einem diese Dinge“, so die gelernte Uhrmachermeisterin über das Schreiben.

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Wie schon ihr erstes Kinderbuch „Laura und das Gänseblümchen“ hat sie auch diesmal wieder die Illustration selbst übernommen. Es sind Schwarzweißzeichnungen, mit denen Anne Krahl ihre Vielseitigkeit beweist. Schreiben und illustrieren sind dabei nur zwei von vielen Talenten. Sie malt Gemälden, nimmt an Fotowettbewerben teil, engagiert sich im Autorennetzwerk Kristallfeder und liebt Handarbeiten. So fädelt sie Perlenkunstwerke, gießt Kerzen, gestaltet Karten in Fadengrafik sowie Collagen, widmet sich dem Papierweben und gestaltet Schmuck mit kleinen gehäkelten Dingen.

Nummer sieben und acht in Arbeit

Anne Krahl wäre nicht die begeisterte Autorin, wenn sie nicht schon wieder an einem Buch schreiben würde. Nach Nummer sechs arbeitet sie derzeit genau genommen sogar an zwei weiteren: an einer Fortsetzung ihres ersten Kriminalromans und an einem zweiten Kinderbuch. „Wenn zwischendurch noch Zeit ist, müsste ich mal mein Arbeitszimmer aufräumen“, sagt sie. Insofern ist ihr Wunsch nach mehr Zeit verständlich.

Nun aber ist erst einmal Zeit für die Adventszeit und Weihnachten. Mit ihren geschriebenen 24 Kalendergeschichten will sie Türen öffnen, anregen, neugierig machen, nachdenken lassen.

„Manchmal kann man damit etwas bewirken“, sagt sie und glaubt fest daran. „Ich wünsche mir mehr Weihnachten für alle. Manchmal geht uns der Gedanke dieses Festes verloren.“

Die 24 Kalendergeschichten von Anne Krahl bieten jeden Tag die Gelegenheit, sich ihm für ein paar Minuten zu nähern. Und es passiert auch nichts, wenn man zwei Türchen auf einmal öffnet.

Anne Krahl ist Jahrgang 1972, arbeitet als Uhrmachermeisterin in Glashütte und wohnt mit ihrer Familie in Pirna.  © privat