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Riesa

40.000 Euro für Schloss Promnitz

Erneut bekommen die Schlossbesitzer Unterstützung aus ganz Deutschland. Das Geld soll in ein bestimmtes Projekt fließen.

Schloss Promnitz: Nachdem ein Investor das Anwesen 1996 kaufte, überließ er es weitestgehend dem Verfall. Heute kümmern sich die Nachfahren des einstigen Schlossbesitzers und ein Verein um das Denkmal.
Schloss Promnitz: Nachdem ein Investor das Anwesen 1996 kaufte, überließ er es weitestgehend dem Verfall. Heute kümmern sich die Nachfahren des einstigen Schlossbesitzers und ein Verein um das Denkmal. © Sebastian Schultz

Promnitz. Auf Schloss Promnitz war die Freude am Wochenende kaum zu bändigen: Gert Jubisch, Ortskurator Riesa der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbrachte der Schlossbesitzer-Familie von Wolffersdorff einen Scheck über mehr als 42.000 Euro. 

Das Geld war nach einem Beitrag in der Zeitschrift Monumente durch etliche Spenden aus ganz Deutschland zusammengekommen. Nun soll es für die Notsicherungsmaßnahmen am Thielauflügel von Schloss Promnitz verwendet werden. Der barock überformte Renaissancebau gehört zu den über 780 Denkmalen, die die DSD dank Spenden und Mittel der Glücksspirale in Sachsen fördern konnte.

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Jahrelanger Verfall

Das direkt gegenüber von Riesa an der Elbe gelegene Schloss diente seit dem 12. Jahrhundert mehreren Familien als Adelssitz. Seine Blütezeit erfuhr es im 18. Jahrhundert anlässlich des berüchtigten Zeithainer Lustlagers Augusts des Starken. 

Zu der Rittergutsanlage gehören neben dem Schloss auch ein Gutsverwalterhaus, Wirtschaftsgebäude und Scheunen, die einen großen Innenhof umschließen. Die letzte Besitzerfamilie wurde 1945 enteignet und das Schloss wurde zur Unterkunft für schlesische Vertriebene umgebaut. 

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Nachdem ein Investor das Anwesen 1996 kaufte, überließ er es weitestgehend dem Verfall. Heute kümmern sich die Nachfahren des einstigen Schlossbesitzers und ein Verein um das Denkmal. Bereits in der Vergangenheit waren Spenden aus ganz Deutschland nach Promnitz geflossen, um das Hauptgebäude notsichern zu können. (SZ/ksh)