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Ein Lied für Francesco Friedrich

Er ist nicht nur der Erste im Bob, sondern nun auch der Erste mit einem eigenen Song, bei dem er sogar auch noch mitspielt.

Zwei Goldjungs: Bob-Weltmeister Francesco Friedrich mit Mini-Show-Ukulele bei seiner Premiere in der Musikszene und Thomas Mathe, von dem Musik und Text zum Lied stammen, das er auch singt.
Zwei Goldjungs: Bob-Weltmeister Francesco Friedrich mit Mini-Show-Ukulele bei seiner Premiere in der Musikszene und Thomas Mathe, von dem Musik und Text zum Lied stammen, das er auch singt. © Youtube/Summerfield Records

Wenn Francesco Friedrich künftig Weltmeister- oder Olympia-Medaillen übergeben wird oder Ehrungen entgegennimmt, dann ist die Frage der Musik dafür jetzt geklärt. Die "Verrückten" aus Bahra, Bad Gottleuba, Hellendorf, Markersbach, Rosenthal und weiteren Orten haben ihm nämliches sein eigenes Lied geschrieben und eingespielt. Und das Beste: Friedrich selbst greift zur Ukulele.

3 Minuten und 26 Sekunden, die das Zeug zum Hit haben, sind sich die einig, die das Lied hören und das Video sehen. Der Text einfach, aber treffend, die Musik ins Ohr gehend. Der Refrain "Ja da ist einer, der kann's, im Eiskanal der Franz" wird man nicht mehr los. Auch "die Chancen sind niedrig, heißt du nicht Francesco Friedrich" oder "ist mit seinem Schlitten der Konkurrenz entglitten" prägen sich ganz schnell ein.

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82 Tage von der Idee bis zum fertigen Lied

Zwischen der ersten Idee und der Veröffentlichung des fertigen Musikvideos lagen 82 Tage. Am 14. Februar telefonierten Thomas Mathe und Robert Kühn abends und da fiel der Satz "über Francesco Friedrich sollten wir auch mal was machen". Gesagt, komponiert, gedichtet. Das ging ganz schnell. Noch am selben Abend nahm sich Thomas Mathe die Gitarre und komponiert die eingängige Melodie. Der Text folgte ein paar Tage später.

Das Video entstand an schönen Wintertagen, im April wurden noch ein paar Szenen nachgedreht. Mitgemacht haben neben Mathe und Kühn auch Mathes Cousine und Tochter, Robert Marutz als Kufenschmierer, Musiker Christian Helm und einige andere. Die Musik hat am Ende Kühn produziert, das Video das Team Rabenfront, mit dem schon mehrfach zusammengearbeitet wurde. Insgesamt hat der professional gemachte Laien-Hit reichlich zehn Macher.

Der Goldjunge mit den Ideen

Der Kontakt zu Francesco Friedrich kam über dessen Bruder und dann über den Manager zustande. Franz, wie er auch genannt wird, hatte sich zunächst eine halbfertige Version angeschaut. Dann dauerte es eine Weile, schließlich hat so ein Spitzensportler einen vollen Kalender, bis es ganz schnell ging. Im Lager vom Kreissportbund wurde die Sequenz mit ihm schließlich aufgezeichnet.

"Ich bin der, der die Ideen hat, die anderen müssen es ausbaden", sagt Mathe. Am Ende kann er ohne die Techniker nicht und die nicht ohne ihn. Und ganz lässt er die anderen mit seinen Ideen ja auch nicht allein. Mathe singt und spielt Akustik-Gitarre - und das in einem goldenen Anzug. Den hatte er noch von irgendeinem Fasching zu Hause. Auch wenn der Anzug etwas straff sitzt, er macht auch ihn zu einem Goldjungen.

Als nächstes eine Filmmusik

"Wir sind alle Kumpels", sagt er. Da ergibt dann eine Note die andere, ein Wort das andere, eine Idee die nächste. So haben sich die Kumpels in der Zeit, in der nicht viel anderes möglich ist, galant abgelenkt. Und nicht nur das, sondern auch noch einen hitverdächtigen Song produziert. Dass der so erfolgreich wird, glaubt Mathe zwar nicht, aber wer weiß. Es ist schon mancher Star geworden und hat es nicht geglaubt. Internet sei dank. Drei Tage nach dem Hochladen des Videos bei Youtube haben es schon über 6.400 Leute gesehen. Nicht schlecht, sagt Mathe.

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Apropos Ideen. Thomas Mathe wäre wohl nicht Thomas Mathe, wenn er nicht wieder eine hätte. Diesmal soll es eine Filmmusik sein. Das Dresdner Komiker-Duo Günther und Hindrich hat die Mathe-Crew engagiert. Wenn das nicht der Anfang einer ganz großen Karriere ist...

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