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Neues altes Wohnbaugebiet in Altenberg

An der Walter-Richter-Straße sollen wieder Wohnhäuser gebaut werden können. Die Verwaltung hat dazu einen Bebauungsplan entwickelt.

Altenbergs geplanter Neubaustandort links und rechts der Walter-Richter-Straße.
Altenbergs geplanter Neubaustandort links und rechts der Walter-Richter-Straße. © Egbert Kamprath

Es ist 17 Jahre her, dass Altenbergs Wohnungsbaugesellschaft den Abriss des ersten Wohnblocks auf der Walter-Richter-Straße in Angriff nahm - und es ist ein Jahr her, dass der Altenberger Stadtrat beschloss, für das Gelände einen neuen Bebauungsplan aufzulegen.

"Die Infrastruktur dort haben wir erhalten, da ist es sinnvoll, sie weiter zu nutzen", sagte Bürgermeister Thomas Kirsten zur letzten Stadtratssitzung, als Marcel Bandow, Mitarbeiter in der Altenberger Bauverwaltung, den Entwurf eines Bebauungsplans vorstellte. Die Walter-Richter-Straße und die Artur-Thiermann-Straße sind gut in Schuss. Auch eine Trinkwasserleitung liegt an. "Die Ableitung von Regen- und Abwasser, Strom, Gas und sonstige Medien müssten allerdings neu gemacht werden", sagt Bandow.

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Vorhandene Straße nutzen

"Uns ging es darum, keine neue Straße anzulegen, sondern alle Grundstücke über die vorhandenen zu erschließen", sagt Bandow. Das Zentrum des neuen Bebauungsgebietes bildet also die Walter-Richter-Straße. Nördlich und südlich davon sollen zwei Zeilen zur Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Insgesamt umfasst das Areal zwei Hektar.

"In der Mitte könnte ein grünes Begegnungszentrum liegen, oder es wäre Platz für Mietergärten", sagt Bandow. Denn für die geplante Wohnzeile südlich der Straße sind dreigeschossige Mietshäuser vorgesehen. "Wir wollen eine Staffelung der Gebäudehöhen erreichen", sagt Bandow.

Einfamilienhäuser, auch in Bungalowbauweise, sollen nördlich der Walter-Richter-Straße entstehen: "Von Hirschspunger Straße aus soll sich ein harmonisches Bebauungsbild in der Landschaft ergeben, indem die Geschosshöhen vom Bungalow über die Dreigeschosser bis zu den vorhandenen Mehrgeschossern ansteigen", sagt Bandow.

Keine dritte Reihe Richtung Hirschsprung

Der Bauverwaltung ist es wichtig, dass alle Grundstücke über ausreichend Platz für Carports oder Garagen mit ein bis zwei Stellplätzen verfügen: "Die wären dann Richtung Walter-Richter-Straße anzulegen, damit die Einfahrt kurz bleibt und nicht unnötig Boden versiegelt wird."

Aus dem gleichen Grund sieht der Bebauungsplan keine weiteren Wohnbauten in einer dritten Reihe in Richtung Hirschsprung vor. Dafür müssten neue Straßen angelegt werden - was Altenberg nicht vor hat: "Damit hätten wir auch unweigerlich Genehmigungsprobleme", sagt Bandow.

B-Plan wird im Rathaus ausliegen

Als schönes Beispiel für eine aufgelockerte Bebauung nennt er die Bergstraße in Altenberg: "Das war unser letztes B-Plan-Gebiet, und es war ziemlich schnell voll." Bei der Stadtverwaltung würden immer mal wieder Anfragen nach einem Baugebiet eingehen. "Das Interesse ist jedenfalls da."

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Der Stadtrat stimmte dem B-Plan-Entwurf zu, nun ist er auf der Internetseite der Stadt Altenberg zu finden. Vom 4. Januar bis zum 5. Februar liegt er im Rathaus am Platz des Bergmanns aus. Während dieser Zeit nimmt die Gemeindeverwaltung auch die Hinweise von Bürgern dazu entgegen. "Bis Ende 2021 wollen wir für das Gebiet das Baurecht haben und den B-Plan als Satzung festlegen", sagt Bandow.

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