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Aus dem Netzwerk in den Hörsaal

Weit vor dem Abitur schon nah an der Grundlagenforschung? Ein in Dresden angeschobenes Physik-Projekt für Schülerinnen und Schüler macht’s möglich.

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Rebecca Seip, Fellow-
Sprecherin des Netzwerks
Teilchenwelt.
Rebecca Seip, Fellow- Sprecherin des Netzwerks Teilchenwelt.

Die meisten jungen Menschen kommen erst mit Beginn des Studiums wirklich mit ihrer Universität in Berührung. Nicht so im Fall von Rebecca Seip. Sie hat bereits Jahre vor ihrem Start ins erste Semester die Verbindung mit ihrer heutigen Hochschule geknüpft. Universitäres Lernen und Forschen kann nämlich viel früher beginnen, als es die meisten für möglich halten– wenn der richtige Katalysator da ist. Im Fall der 21-Jährigen war es das „Netzwerk Teilchenwelt“. Das 2010 von Michael Kobel, Professor für Teilchenphysik an der TUD, initiierte bundesweite Projekt gibt Jugendlichen die Möglichkeit, in Workshops die Teilchenphysik altersgerecht zu erleben. Echte und aktuelle Forschungsdaten renommierter Institutionen wie CERN oder DESY bilden hierfür die Grundlage.

In der Oberstufenzeit bereits ein "Fellow"

Bei einer dieser Veranstaltungen hat auch Rebecca Seip mitgemacht – im Alter von 16 Jahren an der Justus-Liebig-Universität Gießen, an der sie bereits in der 9. Klasse ein Praktikum absolviert hatte. Physik und Mathematik waren schon vorher Lieblingsfächer der gebürtigen Hessin, was auch zu einer zweimaligen Teilnahme bei „Jugend forscht“ führte. Vom Mitglied des Netzwerks wurde sie in ihrer Oberstufenzeit zum „Fellow“. So werden talentierte Mitglieder genannt, die vom Netzwerk während ihrer Hochschulausbildung weiter begleitet werden. Heute ist die angehende Physikerin Bundessprecherin aller Fellows des „Netzwerks Teilchenwelt“, geht regelmäßig selbst an Schulen und macht sich für Jugendliche stark, die ein ähnlich großes Interesse an den Grundfunktionen des Universums haben.

Auch die Verbindung nach Dresden blieb stabil: Seit 2021 studiert Rebecca Seip an der TUD Physik, aktuell arbeitet sie an ihrer Bachelorarbeit. Von ihrer Fellowship profitiert sie noch immer – durch akademische Förderung, kostenfreie Teilnahme an Konferenzen und Projekten und intensives Netzwerken mit Studierenden und Forschenden.

© TU Dresden