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Zahn um Zahn: Die "Sweeties" des Dresdner Zoos

Sie sind die „süßen“ unter den Reptilien: Die Australienkrokodile Amber, Chloe und Ruby gehören zu den Hinguckern im Terrarium des Zoo Dresden.

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Eins von drei Australienkrokodilen sonnt sich im Terrarium des Zoo Dresden.
Eins von drei Australienkrokodilen sonnt sich im Terrarium des Zoo Dresden. © Foto: Thorsten Eckert

Der schläfrige Eindruck trügt: Wenn es drauf ankommt, sind Krokodile wieselflink und schnappen sich ihre Beute oder den besten Sonnenplatz. Da machen auch die drei Australienkrokodile im Terrarium des Zoo Dresden keine Ausnahme. „Wenn die Mittagssonne durchs Dach scheint, liegen sie gern auf der großen Baumwurzel ganz vorn an der Glasscheibe“, berichtet Tierpfleger Michael Scheffert.

„Manchmal sogar alle drei übereinander.“ Bei dem Trio handelt es sich um drei Schwestern. Sie sind im Juli 2016 im Zoo Frankfurt/Main geschlüpft. 2017 kamen zwei nach Dresden, 2018 zog auch die dritte nach. „Wir haben für sie nach den drei meist vergebenen Mädchennamen Australiens gesucht, und so kamen wir auf die Namen Amber, Chloe und Ruby“, sagt Michael Scheffert.

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Sie wachsen ein Leben lang

Australienkrokodile gehören zu den kleineren Krokodilarten. Dennoch können sie eine Länge von mehr als zwei Metern erreichen. Davon sind die drei Dresdner Exemplare aber noch weit entfernt: Zwischen 69 und 92 Zentimetern groß waren sie bei der jüngsten Messung vor wenigen Wochen. „Krokodile wachsen ein Leben lang und das in sehr unterschiedlichem Tempo“, erklärt Michael Scheffert.

So ist Ruby mit derzeit mehr als zwei Kilogramm Körpergewicht die schwerste der drei Schwestern, Amber hingegen wiegt nur die Hälfte. „Gefüttert werden sie zwei- bis dreimal die Woche. Es gibt kleine Fische, Mäuse, mal etwas Pute oder ein Rinderherz“, zählt Michael Scheffert auf. „Wenn wir dann am nächsten Tag sehen, dass noch etwas im Napf ist, wissen wir, dass alle satt geworden sind. Und die drei vertragen sich sehr gut, da gibt es keinen Zoff.“

Intelligente Urzeit-Geschöpfe

Australienkrokodile leben im Süßwasser und werden daher in ihrem Ursprungsland Australien „freshies“ (von fresh = frisch) genannt. Zu unterscheiden sind sie von den dort ebenfalls vorkommenden, um einiges größeren „salties“, den Salzwasserkrokodilen. Die „süßen“ Exemplare gelten als etwas weniger gefährlich, aber auch sie können Menschen angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Und dann schnappen sie mit ihren spitzen, wurzellosen Zähnen zu. „Wenn Krokodile auf Knochen beißen, kann es passieren, dass ihnen auch mal ein Zahn abbricht. Dann wächst aber einfach ein neuer nach, zumindest bis zu einem gewissen Alter der Tiere“, erklärt Michael Scheffert.

Sie sind eben etwas ganz Besonderes, diese lebenden Urzeit-Geschöpfe: Krokodile gelten als intelligent. „Sie sind einige der wenigen Reptilien, die gewisse Abläufe erkennen, etwa wenn wir mit dem Futtereimer klappern“, sagt Michael Scheffert. Ganz so weit ist es bei den drei Schwestern noch nicht, aber wer weiß: bis zu 50 Jahre alt können Australienkrokodile werden.

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

Hier geht es zur Zoowelt auf sächsische.de