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Zittau

Auf nach Seifhennersdorf

Zum 18. Mal findet Sonnabend die Sternradfahrt statt. Neben neuen Touren und einem Rahmenprogramm gibt es für die Radler am Zielort ein besonderes Angebot.

Diese drei wackeren Pedalritter starteten im Vorjahr in Weißwasser zur Sternradfahrt und passierten auf ihrer Tour auch Rothenburg. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend Radler an der Veranstaltung teil.
Diese drei wackeren Pedalritter starteten im Vorjahr in Weißwasser zur Sternradfahrt und passierten auf ihrer Tour auch Rothenburg. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend Radler an der Veranstaltung teil. © Archiv: Rolf Ullmann

Mehrere Tausend Radfahrer treten am Sonnabend wieder in die Pedalen - zum 18. Mal findet dann die Sternradfahrt des Landkreises Görlitz statt. Zur Sternradfahrt wird seit 2002 regelmäßig im Frühjahr eingeladen. Über sternförmige, ausgeschilderte Touren, vorbei an Stempelstellen, kann die Region auf dem Rad erkundet und am jährlich wechselnden Zielort ein Volksfest gefeiert werden.

Alle steuern Seifhennersdorf an

Zielort ist dieses Jahr das KiEZ Querxenland in Seifhennersdorf.
Zielort ist dieses Jahr das KiEZ Querxenland in Seifhennersdorf. ©  Wolfgang Wittchen

Gastgeber und damit auch Zielort der 18. Sternradfahrt des Landkreises ist das KiEZ Querxenland in Seifhennersdorf. Der Zielort, der vom Landrat ausgewählt wird, wechselt jedes Jahr. Nachdem die Radler 2017 Herrnhut und 2018 Rothenburg angesteuert haben, sollte es diesmal wieder in die südlichste Ecke des Landkreises gehen. Zuletzt ist vor einigen Jahren Zittau ein Zielort im Süden des Kreises gewesen, wie Isabell Klette von der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (Eno) erklärt. Bei der Frage, wo im Süden die Sternradfahrt dieses Mal enden könnte, war das KiEZ Querxenland naheliegend. Dort sei man über die Idee, Zielort zu sein, begeistert gewesen, sagt Frau Klette. "Sie richten ja selber große Veranstaltungen aus", fügt sie hinzu und lobt die Seifhennersdorfer Einrichtung gleichzeitig als "guten Partner". Das KiEZ Querxenland biete alle Voraussetzungen, die für die Veranstaltung benötigt werden, ergänzt Maja Daniel-Rublack, ebenfalls Mitarbeiterin der Eno. Schon vor etwa zwei Jahren hatte das KiEZ Querxenland großes Interesse an der Ausrichtung der Sternradfahrt angemeldet. 

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Wetter beeinflusst Teilnehmerzahl

Die Veranstalter rechnen auch dieses Jahr mit mehreren Tausend Radlern, die an der Sternradfahrt teilnehmen. "Da auch auf tschechischer Seite großes Interesse an der Veranstaltung da ist, hoffen wir auch auf viele tschechische Radfahrer", sagt Frau Daniel-Rublack. Im Vorjahr lag die Zahl bei rekordverdächtigen 3.500 Pedalrittern. "Da war das Wetter auch sehr gut", sagt Isabell Klette. Ebenso wie 2017 als rund 3.000 Radler im Landkreis unterwegs sind. Wie viele dieses Mal genau mitradeln, hängt also vom Wetter ab. Die derzeitigen Aussichten sagen beispielsweise für Löbau erst am Nachmittag Regen voraus, in Zittau, Bernstadt oder Niesky könnte es dagegen schon vormittags ein paar Tropfen geben.

Ein Teilnehmer steht jedes Jahr schon vorher fest: der Landrat selbst. Bernd Lange wird in diesem Jahr von Löbau starten. Von dort aus radelt er die gesamte Strecke bis nach Seifhennersdorf. Sein Ziel ist, gegen 13 Uhr im Querxenland zu sein.

Mit den ersten Radlern, die das Ziel erreichen, rechnen die Veranstalter gegen 12 Uhr. Die letzten werden wohl gegen 15 Uhr ankommen, je nachdem wie viele Pausen sie einlegen, davon geht Isabell Klette aus. 

10 Touren führen nach Seifhennersdorf

Insgesamt 10 verschiedene Touren werden angeboten - alle enden in Seifhennersdorf. Mit 24 Kilometern die kürzeste ist der Rundkurs um Seifhennersdorf, die längste führt über 126 Kilometer vom polnischen Leknica über Bad Muskau, Rothenburg, Görlitz, Bernstadt, Oderwitz bis in die Oberlandstadt. Für die längste Tour rechnen die Veranstalter mit einer Fahrzeit von achteinhalb Stunden. "Es ist unser Ziel, den Radfahrern die Schönheit unseres Landkreises mithilfe dieser Veranstaltung näher zu bringen", sagt Maja Daniel Rublack und fügt hinzu: "Wir hören ganz oft von den Radfahrern wie schön ihre Tour war und was sie alles Neues entdeckt haben."

Die Teilnehmer müssen aber nicht die gesamte Strecke radeln, einen Teil des Weges können sie auch mit Auto oder Bahn absolvieren, empfiehlt Maja Daniel-Rublack. In der Regel werden zwischen 9 und 12 verschiedene Touren bei der Sternradfahrt angeboten. Das ist auch immer abhängig vom Zielort. Die Strecken werden dabei jedes Jahr neu festgelegt. Die entsprechenden Vorschläge kommen von den Partnern der Eno, das sind beispielsweise das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge und ArTourRietschen. Sie fahren derzeit auch die Touren ab, kontrollieren, ob sie befahrbar sind, beschildern sie und nehmen Verkehrsschwerpunkte auf. Dieser Prozess läuft derzeit noch. Möglich sei, dass einzelne Touren noch geringfügig angepasst werden. Das komme aber selten vor, sagt Isabell Klette.

Radler können sich abstempeln lassen

Entlang der Streckenverläufe sind auch in diesem Jahr Stempelstellen eingerichtet - insgesamt sind es 62. Einige befinden sich auch in Polen und Tschechien, zum Beispiel die Touristinformationen in Varnsdorf, Rumburk und Liberec oder das Kulturzentrum in Cvikov. Viele der Stempelstellen sind aus den Vorjahren bekannt, aber es gibt auch neue. Das ist unter anderem die Bäckerei Tschirch in Ober-Neundorf, der Verein Bismarckturm Neugersdorf und das Fussbad-Cafe in Bernstadt, wie Isabell Klette mitteilt. An den Stempelstellen gibt es die begehrten Stempel in die Teilnehmerpässe. Wer mindestens drei Stempel gesammelt hat, kann an der Tombola in Seifhennersdorf teilnehmen. Zu gewinnen gibt es - passend zur Sternradfahrt - ein Fahrrad im Wert von 500 Euro. Die Auslosung der Tombola erfolgt um 16.30 Uhr, weist Isabell Klette hin.

Buntes Rahmenprogramm im KiEZ Querxenland

Im KiEZ Querxenland erwartet alle Pedalritter, aber auch Besucher ohne Fahrrad ab 10 Uhr ein buntes Unterhaltungsprogramm. Das Akrobatikteam Niesky und der Budoverein Seifhennersdorf präsentieren sportliche Übungen, für Musik und Tanz sorgen ihrerseits Ellen's Showballet aus Ebersbach-Neugersdorf und das Görlitzer JugendShowOrchester. Die kleinen Besucher können sich derweil auf dem Querxenland-Spielmobil austoben. Das KiEZ Querxenland verbindet die Sternradfahrt mit einem Tag der offenen Tür, so dass Besucher auch einen Blick in die Einrichtung werfen können. Und in Seifhennersdorf darf natürlich auch Räuberhauptmann Karasek nicht fehlen, der ab 12 Uhr Führungen anbietet. 

Der TSV Großschönau wird in Seifhennersdorf mit einem Infostand präsent sein und auf seine eigene Veranstaltung, die Radtouristikfahrt „Mit Trixi durch die Oberlausitz“, aufmerksam machen. Diese traditionelle Radsportveranstaltung findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Start ist am 26. Mai von 9 bis 10 Uhr auf dem Sportplatz Großschönau. Teilnehmen können Familien, Freizeitradler und Radprofis. E-Bikes sind willkommen. Die Strecken sind zwischen 30 und 170 Kilometer lang.

Der letzte Programmpunkt am Sonnabend bei der Sternradfahrt ist die Tombola-Auslosung. Kurz danach, um 16.45 Uhr, starten auch die ersten Rückbusse, so Isabell Klette. Sie steuern vor allem den Norden des Landkreises an, werden aber auch an Stationen in der Mitte oder im Süden halten. Da die Platzkapazitäten begrenzt sind, sollte eine Rückfahrt in den Bussen vorab gebucht werden, rät Maja Daniel-Rublack.

Radler können im Querxenland auch übernachten

Ein besonderes Angebot gibt es in diesem Jahr: Die Radfahrer können im KiEZ Querxenland auch übernachten und erst am Sonntag zurückfahren. Sie können sozusagen ein Sternradfahrwochenende daraus machen. Die Seifhennersdorfer Einrichtung bietet dafür ein spezielles Übernachtungspaket an. "So etwas hat es bisher noch nicht gegeben", sagt Isabell Klette. Ein derartiges Angebot könne es aber auch nicht jedes Jahr geben, da es vom Gastgeber und Zielort abhängig ist.

Noch mehr Informationen, Tourenverläufe und alle Stempelstellen sind auf der Internetseite www.sternradfahrt.de zu finden.

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