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Weißwasser

Äpfel über Äpfel in der Orangerie

Den Besuchern der Bad Muskauer Apfelsortenschau wurden 355 Sorten vorgestellt.

Die Obstschau fand großen Anklang. Viele Besucher interessierten sich für die unterschiedlichen Apfelsorten.
Die Obstschau fand großen Anklang. Viele Besucher interessierten sich für die unterschiedlichen Apfelsorten. © Jost Schmidtchen

Bad Muskau. Traditionell fanden am Wochenende die „Mitteleuropäischen Pomologentage“ statt. Die Schau mit 355 Apfel- und 27 Birnensorten wurde bereits am Donnerstag in der Orangerie aufgebaut, Freitag und Sonnabend gab es die Fachvorträge, und am Sonntag war die Orangerie für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Interesse war groß: Die Besucher wollten von den Fachleuten viel wissen. Beispielsweise zur Pflege von älteren Obstbaumbeständen, zu Neupflanzungen und zur Frage, welche Sorten für welche Standorte und Böden geeignet sind. Auskunft erteilten die Pomologen Klaus Schwartz aus Löbau und Ralf Frenzel aus Tauer, der jetzt in Dresden wohnt.

Der Großteil der in der Orangerie ausgestellten Äpfel und Birnen stammte aus der Löbauer Baumschule von Klaus Schwartz. Weitere steuerten Ralf Frenzel sowie Grit und Holger Niese bei. Klaus Schwartz war ein gefragter Gesprächspartner. Viele Besucher brachten ihre Äpfel und Birnen mit und wollten wissen, was das für Sorten sind. Den meisten konnte Klaus Schwartz gleich an Ort und Stelle helfen, manche müssen noch einige Tage warten. Besucher aus Polen brachten Obstsorten mit, die hierzulande gar nicht bekannt sind. Der am weitesten angereiste Interessent kam aus Poznan.

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Aus Schwanebeck war Familie Paetzold mit Enkeltochter Elisa nach Bad Muskau gekommen. Die Familie hat in Sagar ein Grundstück erworben und eine Streuobstwiese angelegt. Diese soll erweitert werden. Den auf dem Grundstück vorhandenen alten Obstbaumbestand möchte die Familie erhalten. Der Grund ist einfach: Ehefrau Kathrin ist Imkerin und möchte ihr Hobby vergrößern. Klaus Schwartz konnte da gute Ratschläge erteilen. Am besten, man bringt seine Reiser in die Baumschule. Nach einem Jahr kann der fachlich veredelte Baum abgeholt werden. Ansonsten gibt es ein gutes Sortiment Obstbäume zum sofortigen Kauf.

„Dieses Jahr war kein besonderes Apfeljahr“, sagt Klaus Schwartz. „Die Fröste im Frühjahr während der Baumblüte waren dafür die Ursache. Auch die Mostereien haben infolge der Ertragsausfälle Probleme.“ Wer die Apfelsortenschau in der Orangerie am Sonntag verpasst hat, für den gibt es am kommenden Sonntag zur Kirmes im SKC Schleife eine zweite Chance. Da gibt es wieder Äpfel zu bewundern und auch Klaus Schwartz ist vor Ort.

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