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An der B170 in Bannewitz wird die nächste Kreuzung fertig

Autofahrer müssen sich an OBI/McDonald's auf veränderte Verkehrsführung einstellen - und sich noch bis 2022 in Geduld üben.

Von Gabriele Fleischer
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Wer in Bannewitz von der B 170 nach Boderitz fahren will, muss sich ab 23. November an neue Beschilderungen gewöhnen.
Wer in Bannewitz von der B 170 nach Boderitz fahren will, muss sich ab 23. November an neue Beschilderungen gewöhnen. © SZ Grafik

Während die Arbeiten auf der B 170 in Bannewitz weiter voranschreiten, kündigt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine neue Verkehrsführung für Kraftfahrzeuge an. Laut Sprecherin Rosalie Stephan sollen ab den Abendstunden des 23. November weitere Fahrtrichtungen an der Kreuzung Boderitzer Straße ("McDonald's") freigegeben werden.

Das betreffe vor allem den Verkehr aus und in Richtung Bannewitz. "Die Linksabbieger aus Richtung Boderitz werden bereits über den neu gebauten Kreuzungsbereich geführt", teilt Stephan mit. Damit sei jetzt auch die provisorisch angelegte Fahrbahn oberhalb des McDonald's außer Betrieb gegangen.

Trotz der Freigabe einiger Fahrtrichtungen wird ein Abbiegen von der B 170 Richtung Boderitz und aus Boderitz auf die B 170 Richtung Possendorf nicht möglich sein, heißt es. Vorausgesetzt, die Wetterbedingungen lassen ein störungsfreies Arbeiten zu, wird die Kreuzung Boderitzer Straße am 7. Dezember komplett für den Verkehr freigegeben. An der Kreuzung Windbergstraße ändert sich vorerst nichts.

Pilotstrecke für reibungslosen Verkehr

Noch bis nächstes Jahr wird der etwa zwei Kilometer lange Abschnitt der B170 von der A17-Anschlussstelle Südvorstadt bis zur Windbergstraße in Bannewitz in Abschnitten ausgebaut. Die Bundesstraße wird dort dreispurig - eine Fahrtrichtung erhält zwei Spuren, die andere eine Spur. Laut Lasuv würden die gesamte Baumaßnahme einen unteren zweistelligen Millionenbetrag kosten.

Die Bundesstraße wird aber nicht nur ausgebaut, sondern wird zwischen Kohlenstraße in Dresden und S 191, die aus Richtung Dresden-Nickern über die B170 zur Horkenstraße führt, für ein sachsenweites Pilotprojekt ausgestattet. Getestet werden sollen verschiedene Komponenten für reibungslosen Verkehr. So soll es eine Straßenwetterstation und digitale Anzeigetafeln geben. Geplant ist es, die Anzahl der Fahrzeuge zu erfassen und je nach Verkehrsaufkommen die Signalanlagen anzupassen.

Die digitale Technik, so das Lasuv, soll helfen, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen. Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt könnten dann für ebenfalls stark befahrene Bundes- und Staatsstraßen im Freistaat angewandt werden. Ziel ist es, Staus zu minimieren und für mehr Sicherheit zu sorgen. Das alles soll künftig durch eine sächsische Verkehrsmanagementzentrale betreut werden, die eigens dafür aufgebaut wird.