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So läuft's im Kreis Bautzen beim Impfen ohne Termin

Seit einer Woche kann sich jeder ab 14 im Kamenzer Impfzentrum spontan die Spritze geben lassen. Wie viele Menschen das bisher schon genutzt haben.

Im Impfzentrum Kamenz sind Impfungen gegen das Coronavirus ohne Termin täglich ab 14 Uhr möglich.
Im Impfzentrum Kamenz sind Impfungen gegen das Coronavirus ohne Termin täglich ab 14 Uhr möglich. © René Plaul

Bautzen/Kamenz. Das DRK hat im Laufe der Woche im Landkreis Bautzen eine wachsende Resonanz auf das Angebot, sich ohne Terminvereinbarung gegen das Coronavirus impfen zu lassen, verzeichnet. Wie Sprecher Kai Kranich mitteilt, wurden im Impfzentrum Kamenz am Montag elf, am Dienstag acht und am Mittwoch 58 Personen geimpft, die ohne Termin gekommen waren.

Der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen (DRK), das die Impfzentren betreibt, erklärt, dass die Nachfrage „erwartungsgemäß in den ersten Tagen etwas verhaltener war, da hier nur der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung stand“. Während am Montag und Dienstag im Kamenzer Impfzentrum ausschließlich Astrazeneca verwendet wurde, kamen am Mittwoch zudem Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson zum Einsatz.

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Seit voriger Woche Freitag waren laut DRK-Sprecher Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca für Personen ab 40 Jahren möglich. Seit diesem Mittwoch „stehen die spontanen Impfangebote für alle Impfwilligen ab 14 Jahren mit den Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson zur Verfügung“.

Bislang keine Wartezeiten beim Impfen ohne Termin

Impfungen ohne Termin seien nun täglich ab 14 Uhr in den Impfzentren möglich. „Mit der Möglichkeit der freien Impfstoffwahl stieg die Nachfrage deutlich, so dass allein am gestrigen Tag knapp 750 Impfungen ohne Termin in allen Impfzentren durchgeführt werden konnten“, erklärte Kai Kranich am Donnerstagnachmittag.

Alle Impfzentren seien für die Nachfrage gut gerüstet. Nach Rückmeldung aus dem Impfzentrum Kamenz „konnten die Impfwilligen ohne Termin fließend in den Ablauf integriert werden, sodass es zu keinen längeren Wartezeiten kam“, fügt Kai Kranich hinzu. Lediglich das Ausfüllen der Anamnese- und Aufklärungsbögen vor Ort habe etwas mehr Zeit erfordert.

Der DRK-Sprecher empfiehlt trotzdem, einen Termin zu vereinbaren. Das sei unkomplizierter und einfacher für die Impfzentren in der Logistik. Das Impfportal funktioniere jetzt besser als zu Beginn der Impfkampagne, und es gebe keine Warteräume mehr, sondern ausreichend Termine. „Sich impfen zu lassen, war noch nie so einfach wie jetzt“, sagt Kai Kranich.

Bisher rund 201.000 Corona-Impfungen im Kreis Bautzen

Auch Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) warb Ende vergangener Woche für das Impfen ohne Termin. „Ich appelliere an alle, die noch nicht geimpft sind, jetzt einen Termin zu vereinbaren oder Sonderimpfaktionen spontan zu nutzen. Wir dürfen angesichts der geringen Zahl an Neuinfektionen nicht leichtsinnig werden. Die Delta-Variante des Virus können wir nur mit einer möglichst hohen Zahl an Impfungen in Schach halten.“

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