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„Für Bautzen brauchen wir ein City-Management“

Seit Jahresbeginn ist Bautzens neue Wirtschaftsförderin im Amt. Warum Doreen-Charlotte Hantschke Kamenz nach elf Jahren verlassen hat und was sie plant.

Von David Berndt
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Doreen-Charlotte Hantschke ist seit Jahresbeginn die neue Wirtschaftsförderin der Stadt Bautzen. Zuvor war sie elf Jahre Wirtschaftsreferentin der Stadt Kamenz.
Doreen-Charlotte Hantschke ist seit Jahresbeginn die neue Wirtschaftsförderin der Stadt Bautzen. Zuvor war sie elf Jahre Wirtschaftsreferentin der Stadt Kamenz. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Doreen-Charlotte Hantschke will Bautzen nach vorn bringen. Als neue Leiterin der städtischen Abteilung für Wirtschaft und Tourismus steht sie dabei vor großen Herausforderungen. Sie folgt auf Alexander Scharfenberg, der die Stadtverwaltung Ende September verlassen hatte.

Im Interview mit Sächsische.de spricht Bautzens neue Wirtschaftsförderin über mangelnde Gewerbeflächen, neues City-Management und warum sie nach elf Jahren in Kamenz für die Stadt Bautzen arbeitet.

Frau Hantschke, sie waren elf Jahre als Wirtschaftsreferentin der Stadt Kamenz tätig. Warum sind Sie nach Bautzen gewechselt?

Manchmal hat man einfach den Wunsch nach beruflicher Veränderung, um noch mal einen anderen Blickwinkel kennenzulernen. Und nach elf Jahren Tätigkeit für eine mittelgroße Stadt ist es jetzt an der Zeit, dass ich in eine größere Stadt gewechselt bin. Und Bautzen als Oberzentrum ist für mich eine Stadt, die wirklich lebt, die sehr, sehr gute Voraussetzungen hat und wo ich auch noch was bewegen kann.

Stadt bereitet Flächen für Großforschungszentrum vor

Und was steht in Bautzen vor allem an?

Wir haben Themen, die auch andere Städte umtreiben, wie den Strukturwandel, die strukturellen Veränderungen in der Innenstadt, im Handel, die Flexibilisierung der Arbeitszeit oder den demografischen Wandel. Beim Strukturwandel haben wir aktuell mehrere Projekte, die wir aktiv bearbeiten und im Team auch voranbringen wollen.

Welche sind das?

Wir haben uns um den Standort eines Großforschungszentrums beworben, werden dort auch intensiv zuarbeiten, um die exzellenten Standortfaktoren Bautzens in den Ring zu werfen. Den Zuschlag zu bekommen, ist sicherlich eine Schwierigkeit, aber wir arbeiten auf Hochtouren daran und sind dort sehr zuversichtlich.

Mit welchen Faktoren kann Bautzen da punkten?

Also aus meiner Sicht sprechen ganz klar die überaus guten Standortfaktoren für die Ansiedlung des Großforschungszentrums. Bautzen hat sowohl im Wohn- als auch im Bildungsbereich, flächenmäßig und in allen anderen Bereichen beste Bedingungen für eine solche Großinvestition.

Wo könnte dieses Zentrum entstehen und wozu soll dort geforscht werden?

Wir können an dieser Stelle noch nicht ins Detail gehen, weil die Gespräche noch laufen. Allerdings haben wir die Flächen, die nötig sind, zusammengetragen. Es handelt sich um zwei größere Areale. Im Rahmen des Strukturwandels sollen mehrere Forschungszentren entstehen, eins davon in der Lausitz. Unsere Präferenz liegt auf dem „Lausitz Art of Building“.