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Bautzen: 200 Anfragen für 18 Wohnungen

Die neuen Häuser in der Flinzstraße sind fast fertig. Was die Miete kosten soll und an wen sich das Projekt richtet: Fünf Fakten.

Stephanie Wendt von der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft zeigt eine der bereits fertigen Wohnungen in den neuen Häusern an der Flinzstraße. Rund 200 Anfragen gab es für die 18 Wohnungen.
Stephanie Wendt von der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft zeigt eine der bereits fertigen Wohnungen in den neuen Häusern an der Flinzstraße. Rund 200 Anfragen gab es für die 18 Wohnungen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Erst vor wenigen Monaten sind die ersten Mieter in die neuen Häuser an der Bautzener Hegelstraße eingezogen. Nun steht das nächste große Bauprojekt der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) kurz vor dem Abschluss: In der Flinzstraße entstehen gerade drei neue Doppel-Häuser mit Mietwohnungen. Fünf Fakten zum Projekt.

Fakt 1: Das Interesse an den Wohnungen ist riesig

Dass das Interesse an den neuen Häusern groß sein würde, war zu erwarten. Schon in der Hegelstraße war das so. Generell ist der Mangel von Wohnraum für Familien in Bautzen immer wieder Thema. In der Flinzstraße hält ein Mann extra mit dem Auto an, fragt: „Ist schon alles vermietet oder gibt es noch eine Chance?“ Er erwischt mit seiner Frage allerdings nur noch die Reporterin – das Team der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft ist bereits gegangen.

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Dass die Nachfrage riesig ist, hat Stephanie Wendt, die bei der BWB für die Vermietung zuständig ist, bereits zuvor erklärt. 202 Anfragen gebe es bis dato – für 18 Wohnungen. Auch beim Projekt in der Hegelstraße sei die Nachfrage sehr groß gewesen. Da habe es allerdings nur 150 Anfragen gegeben – für 40 Wohnungen.

Fakt 2: Vor allem Familien sind interessiert

Unter denjenigen, die sich für die Wohnungen interessieren, sind viele junge Familien, berichtet Stephanie Wendt. Zwar rufen auch einige Rentner und Alleinstehende an, aber dass sich vor allem Familien melden, sei auch so gewünscht: Mit dem Bauprojekt wolle sich die BWB ganz bewusst an diese Zielgruppe richten.

Die Lage der Häuser ist dafür auch gut geeignet. Gegenüber ist ein Spielplatz, nebenan das Sorbische Schulzentrum. Auch eine Kita ist nicht weit. Und die Wohnungen sind auf Familien zugeschnitten: Es gibt 85 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnungen und 98 Quadratmeter große Vier-Raum-Wohnungen.

Fakt 3: Die ersten Wohnungen sind fertig

Das erste der drei Häuser ist bereits so gut wie fertig. Im Treppenhaus fehlt noch der Bodenbelag, in den Wohnungen mangelt es noch an Strom- und Wasserzählern. Die ersten Wohnungen sind bereits fertig, mit Vinylfußboden ausgestattet und die Wände weiß gestrichen.

Was sie von anderen unterscheidet? „Die Wohnungen sind sehr hell, sie haben in einigen Räumen bodentiefe Fenster“, sagt Stephanie Wendt. „In Neubauten ist das derzeit der Trend.“ Außerdem sei die Zimmeraufteilung besonders familienfreundlich und modern. So gibt es in der Mitte der Wohnung ein Wohnzimmer, von dem die Küche abgeht – und ein Flur, der zu den anderen Zimmern führt.

Alle Wohnungen haben Balkone, einige in Richtung Norden, andere nach Westen. Vor allem die Mieter mit Nordbalkon blicken auf das Grün der Nachbargärten.

In jedem Haus gibt es eine barrierearme Wohnung. Diese haben einen größeren Flur und keine Badewanne, dafür eine breitere Dusche. Alle anderen Apartments sind mit Wanne und Dusche ausgestattet, die größeren Wohnungen auch noch mit Gäste-WC.

Die Häuser in der Fllinzstraße sehen von außen schon recht fertig aus. Die Straße neben den Häusern muss aber noch gebaut werden.
Die Häuser in der Fllinzstraße sehen von außen schon recht fertig aus. Die Straße neben den Häusern muss aber noch gebaut werden. © SZ/Uwe Soeder

Fakt 4: Die Kaltmiete soll bei über acht Euro liegen

Die Kaltmiete für die Wohnungen wird im Schnitt bei 8,50 Euro netto pro Quadratmeter liegen. Damit ist der Preis höher als bei den Wohnungen in der Hegelstraße. Dort liegt er bei etwa sieben Euro pro Quadratmeter. 20 Euro kommen bei den Wohnungen in der Flinzstraße – je nach Bedarf - pro Monat für einen Pkw-Stellplatz hinzu.

Nach Fertigstellung der Häuser in der Hegelstraße war in Bautzen eine Diskussion um den Mietpreis entbrannt. Die BWB hatte dessen Höhe daraufhin gerechtfertigt. Sie könne mit dem Preis nicht weiter heruntergehen; sie mache mit den Häusern keinen Gewinn.

Dass die Miete an der Flinzstraße noch höher liegt, begründet die BWB so: Der Bau der Häuser koste rund fünf Millionen Euro. Zudem seien sie kleiner als die in der Hegelstraße; die Mieter würden dort noch individueller wohnen. Pro Etage gibt es immer nur einen Wohnungseingang. Stephanie Wendt berichtet: Bei den meisten Leuten breche das Interesse nicht ab, wenn sie den Preis erfahren.

Fakt 5: Wohnungsübergabe ist im Frühjahr

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Von außen sehen alle drei Häuser recht fertig aus: Die Fassadenarbeiten sind bereits abgeschlossen. Das Haus in der Mitte liegt noch am weitesten zurück; hier sind gerade die Trockenbauer am Werk. Im dritten Haus arbeiten gerade die Fliesenleger und die Maler, außerdem fehlen noch die sanitären Anlagen. Im Außenbereich wird zu guter Letzt noch eine Straße an den Häusern entlang gebaut. Im März oder im April sollen die Wohnungen dann an die Mieter übergeben werden.

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