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Landkreis hält an Körse-Therme fest

Der Kreistag hatte die Unterstützung des Bades daran geknüpft, dass es jetzt wieder öffnet. Wegen Corona ist das nicht möglich. Dennoch wird weiter verhandelt.

Der umsatzstarke November hätte der Bilanz der Kirschauer Körse-Therme gut getan. Nun bleibt das Bad Corona-bedingt weiter geschlossen.
Der umsatzstarke November hätte der Bilanz der Kirschauer Körse-Therme gut getan. Nun bleibt das Bad Corona-bedingt weiter geschlossen. © SZ/Uwe Soeder

Schirgiswalde-Kirschau. Während es vergangene Woche noch klang, als müsste die Zukunft der Körse-Therme neu verhandelt werden, hat der Landkreis Bautzen seine Aussage dahingehend inzwischen konkretisiert. Es stimme zwar, heißt es seitens der Landkreisverwaltung, dass in der jüngsten Beschlussfassung die Wiedereröffnung der Körse-Therme am 1. November als Voraussetzung für eine Übernahme des Badbetriebes durch den Landkreis beschlossen wurde. Da diese aber in Anbetracht steigender Corona-Infektionszahlen aus objektiven Gründen nicht habe erfolgen können, werde der Beschluss des Kreistages nicht als hinfällig betrachtet.

Auch an der Haltung von Landrat Harig (CDU), der sich seit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Probleme des Sport- und Freizeitbades in Kirschau zur Rettung der Körse-Therme bekannt hatte, habe sich durch die andauernde Schließung nichts geändert. "Eine Änderung der Formulierung kann nur durch den Kreistag beschlossen werden, ist aber aus unserer Sicht nicht zwingend notwendig", teilt das Landratsamt weiter mit.

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Sanierung für 15 Millionen Euro soll 2022 beginnen

Diese Ansicht teilt auch der Zweckverband, dessen Vertreter der vier Mitgliedsgemeinden Schirgiswalde-Kirschau, Sohland, Obergurig und Beiersdorf sich am Mittwochmorgen zur Versammlung trafen. Nachdem zuvor bereits die Stadt- und Gemeinderäte der Mitgliedsgemeinden grundsätzlich über den Beitritt des Landkreises zum Zweckverband, der die Körse-Therme betreibt, abgestimmt hatten, sprachen deren Bürgermeister sich nun ebenfalls einstimmig für den Beitritt aus. Darüber hinaus sei der Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 verabschiedet worden. Das teilte Verbandsvorsitzender Sven Gabriel im Anschluss an die Versammlung mit.

Die jetzige Satzung sehe Investitionen von 15 Millionen Euro für die Sanierung der Körse-Therme vor. Nach jetzigem Stand soll dafür im kommenden Jahr mit der Planung begonnen werden. Für 2022 ist der Sanierungsbeginn vorgesehen.

Zu diesem Zeitpunkt kann der Landkreis Bautzen bereits Mitglied im Zweckverband sein und außerdem über eine Betriebsgesellschaft den Badbetrieb finanziell tragen - wenn der Kreistag entsprechend entscheidet. Wie das im Detail erfolgen soll, sei gegenwärtig Gegenstand der Verhandlungen mit dem Landkreis, teilt Sven Gabriel mit. Einen ersten Termin habe es bereits gegeben, ein weiterer stehe fest. Das Ergebnis der Gespräche soll dem Kreistag bei seiner nächsten Sitzung am 7. Dezember vorgelegt werden.

Für Mitarbeiter wird erneut Kurzarbeit beantragt

Bis dahin versucht die Verbandsversammlung, die weiteren Probleme, die der Körse-Therme durch die erneute Corona-Welle entstehen, gering zu halten. Um die ungewisse Situation für die rund 30 Beschäftigten zu klären, versuche man derzeit, mindestens für den November erneut Kurzarbeit zu beantragen, so Gabriel. "Darüber hinaus müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Corona-Defizite nicht ins Uferlose laufen." Man prüfe deshalb, ob die Körse-Therme für die Inanspruchnahme der Corona-Soforthilfen des Bundes in Anspruch komme. "Leider sieht es derzeit nicht so aus, als ob wir da antragsberechtigt wären", so der Verbandsvorsitzende weiter.

Der Badbetrieb selbst könnte gegenwärtig  jederzeit wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Wochen wurden die technischen Anlagen instandgesetzt und in Betrieb genommen. Das soll auch bis zum Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung Ende November so bleiben. Sobald die geltenden Corona-Bestimmungen es zulassen, will der Zweckverband die Körse-Therme wieder öffnen. Bereits verkaufte Gutscheine sind auch dann noch gültig.

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