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Klassik-Stars musizieren in Kirchen und Schlössern

Das Kammermusikfest Oberlausitz bietet neun Veranstaltungen unter anderem in Baruth und Gröditz - mit hochkarätigen Künstlern und Nachwuchs.

Die Pianistinnen Ariane Haering (l.) und Ardita Statovci treten seit 2005 als Duo „ariadita“ auf. Beim Kammermusikfest Oberlausitz sind sie im Zinzendorf-Schloss in Berthelsdorf zu erleben.
Die Pianistinnen Ariane Haering (l.) und Ardita Statovci treten seit 2005 als Duo „ariadita“ auf. Beim Kammermusikfest Oberlausitz sind sie im Zinzendorf-Schloss in Berthelsdorf zu erleben. © PR

Bautzen. Sachsens jüngstes Klassikfestival steht kurz vor seiner zweiten Auflage: Ab 10. September bringen 30 internationale Musikerinnen und Musiker mit dem „Kammermusikfest Oberlausitz“ Schlösser und Kirchen zwischen Neiße und Spree zum Klingen. „Die Nachfrage nach den Tickets ist groß und zeigt uns, dass die Menschen sich sehr nach Kunst und Kultur sehnen“, sagt Festivalintendant Hagen Lippe-Weißenfeld. Insgesamt sind sieben Konzerte geplant.

Bereits ausverkauft sind die Eröffnung mit dem Thüringer Bach-Collegium und dem ehemaliger Crostauer Kantor Lucas Pohle an der Orgel in der Baruther Kirche sowie das Kammerkonzert am 11. September auf Schloss Milkel. Hervorgegangen ist die Musikreihe aus einem Benefizkonzert für die neuen Glocken der Baruther Kirche. Nach dieser Veranstaltung vor zwei Jahren entstand die Idee, Musik für kleine Ensembles in die Region zu holen.

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Auftritte in zwei Landkreisen

Nach der ersten Auflage im Vorjahr im Landkreis Bautzen führen in diesem Jahr Abstecher in den Nachbarlandkreis Görlitz. Im Zinzendorf-Schloss in Berthelsdorf treten am 12. September die Pianistinnen Ariane Haering und Ardita Statovci auf. Als Duo „ariadita“ begeistern die Musikerinnen seit 2005 ihr Publikum. Das Barockschloss Königshain wird zur Bühne für die Diskussion „Quo vadis Kultur in der Oberlausitz?“. Am Schlossgespräch nehmen unter anderem die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion Elisabeth Motschmann und die Grünen-Politikerin Claudia Maicher, Vorsitzende des sächsischen Landtags-Kulturausschusses, teil.

Festivaltickets gibt es noch für die Konzerte im Schloss Kuppritz mit dem „ensemble variatio“, im Barockschloss Oberlichtenau und im Schloss Gröditz. Das dortige Konzert findet in Kooperation mit dem internationalen Kammermusikfestival „Krzyzowa-Music“ und dem „Sechsstädtebundfestival – Kommen und Gehen“ als Beitrag zum Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt.

Nach einem Gespräch mit den Künstlern gibt es Musik von einem der vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, Mieczysław Weinberg, und von dessen Förderer Dimitri Schostakowitsch. Auch für das Abschlusskonzert in Baruth mit Nils Mönkemeyer, einem der berühmtesten Bratschisten weltweit, und dem Kammerorchester „l‘arte del mondo“ gibt es noch Restkarten.

Festival fördert Nachwuchs

In Kooperation mit dem Sächsischen Musikrat und der Carl-Bechstein-Stiftung lädt das Barockschloss Oberlichtenau die Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und die Stipendiaten der Stiftung auf die Bühne ein. Denn: Eine Festival-Facette ist die Förderung musikalischen Nachwuchses. Künftig soll sich das Kammermusikfest unter dem Dach der „Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz“ in der neuen Sparte Musik etablieren. Geplant ist, dass im jährlichen Wechsel mit einer Kammermusik-Akademie junge Nachwuchstalente gefördert werden.

Hinter den Kulissen wirbeln bereits jetzt rund 100 Ehrenamtliche für das Kammermusikfest. Für den Besuch der Konzerte und für die Führungen durch die Klaviermanufaktur Bechstein in Seifhennersdorf gilt die 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen.

Das erste Kammermusikfest 2020 mit sechs Konzerten besuchten 650 Musikbegeisterte, zum Teil mit weiten Anreisewegen aus ganz Deutschland.

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Tickets gibt es in den DDV-Lokalen der SZ und im Online-Ticketshop unter www.kammermusikfest-oberlausitz.de. Für das Königshainer Schlossgespräch wird um Anmeldung gebeten – unter Telefon 03581 6639402 oder per E-Mail an [email protected]

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