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Das sind die Kuriositäten aus dem Fundbüro

Buddha, Motorrad, Machete: Im Landkreis Bautzen wurden im vergangenen Jahr einige skurrile Sachen gefunden.

In den Fundbüros im Landkreis Bautzen wurden im vergangenen Jahr neben üblichen Dingen wie Fahrrädern und Uhren auch einige Kuriositäten abgegeben.
In den Fundbüros im Landkreis Bautzen wurden im vergangenen Jahr neben üblichen Dingen wie Fahrrädern und Uhren auch einige Kuriositäten abgegeben. © Symbolfoto: Rene Meinig

Bautzen/Kamenz. Im Landkreis Bautzen wurden im vergangenen Jahr einige kuriose Fundsachen abgegeben. So hat man in Kamenz unter anderem eine Machete, ein Motorrad des japanischen Herstellers Kawasaki sowie eine Citizen-Quartz-Uhr gefunden. Die meisten Gegenstände hat das Fundbüro in der Lessingstadt im Juni und November entgegengenommen.

Auch in Bautzen werden in den Sommermonaten bis in den Oktober häufiger Sachen im Fundbüro abgegeben, teilt Josephine Brinkel, Mitarbeiterin der Pressestelle, auf Nachfrage mit. Zu den kuriosen Fundsachen zählen unter anderem Uhrenteile von einer alten Mühle. „Diese wurden von einem Bürger im Wald in einem Behältnis gefunden und nach Überprüfung durch die Polizei dem Fundbüro übergeben“, erklärt Josephine Brinkel.

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So eine ähnliche Machete wurde im vergangenen Jahr im Kamenzer Fundbüro abgegeben. Außerdem fanden die Kamenzer ein Motorrad des japanischen Herstellers Kawasaki.
So eine ähnliche Machete wurde im vergangenen Jahr im Kamenzer Fundbüro abgegeben. Außerdem fanden die Kamenzer ein Motorrad des japanischen Herstellers Kawasaki. © Symbolbild: Jürgen Lösel

Außerdem nahm das Bautzener Fundbüro im vergangenen Jahr eine goldfarbene Buddha-Figur mit Kunststeinen entgegen. Diese sei von einer Bürgerin am Stausee Bautzen gefunden worden. Kurios war auch ein von der Staatsanwaltschaft eingereichter Nachbau eines italienischen Perkussionsgewehrs, eines Vorderladers aus den 1830er-Jahren. Wie die Mitarbeiterin der Pressestelle mitteilt, war das Gewehr in einer Strafsache sichergestellt worden.

Wer vermisst seinen Rollator?

In Hoyerswerda zählen zu den kuriosen Fundsachen ein Handwagen und drei Rollatoren, erklärt Corinna Stumpf von der Pressestelle. Am häufigsten wurden Fundsachen hier im Januar und im September abgegeben. In Bischofswerda wurden dagegen im vergangenen Jahr nach Einschätzung von Christina Tetzelt, Mitarbeiterin des Bürger- und Tourismusservice, keine besonderen Fundsachen abgegeben.

Insgesamt haben sich in den meisten Städten 2020 weniger Fundsachen im Fundbüro eingefunden als im Vorjahr. Besonders deutlich wird der Unterschied in der Stadt Hoyerswerda. Dort wurden im vergangenen Jahr 348 Fundsachen abgegeben. 2019 waren es genau 555. Auch in der Großen Kreisstadt Bischofswerda sind im vergangenen Jahr weniger Fundgegenstände abgegeben worden. 2020 waren es 90, im Vorjahr rund 40 Gegenstände mehr.

Weniger Fundsachen durch Corona

Der Zusammenhang liegt für die meisten Städte mit großer Wahrscheinlichkeit im Corona-Lockdown. Die Menschen waren weniger unterwegs, es waren weniger Touristen in den Städten, und so haben die Menschen auch weniger Dinge verloren.

Dennoch gibt es in dieser Statistik auch Ausreißer. Denn im Fundbüro der Stadt Bautzen wurden im vergangenen Jahr mehr Fundsachen abgegeben als im Vorjahr. 2020 waren es 221, im Vorjahr 204. In Kamenz wurden 2020 genau 100 Dinge übergeben. Wie Stadtsprecher Thomas Käppler mitteilt, zählen dazu auch Fahrräder, die von der Polizei gefunden und keinem Besitzer zuzuordnen waren. „Im Jahr 2019 wurden dagegen 94 Fundgegenstände abgegeben“, erklärt der Stadtsprecher weiter.

Hoyerswerda versteigert Funde online

Wann die ganzen Gegenstände versteigert werden können, ist noch unklar. Fundsachen sind gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch sechs Monate aufzubewahren. Falls sich der Eigentümer in der Zeit nicht meldet, könnte der Finder die Fundsache übernehmen, wenn er einen Anspruch auf Finderlohn erhebt.

Andere Möglichkeiten sind die Versteigerung oder die Abgabe für einen gemeinnützigen Zweck. Da aufgrund der derzeit geltenden Corona-Regeln eine Versteigerung vor Ort nicht möglich ist, müssen die verwertbare Sachen zunächst verwahrt. Bautzen habe dafür bereits zusätzliche Räume in den Gebäuden der Stadtverwaltung in Anspruch nehmen müssen.

Auch in Bischofswerda bleiben die Fundsachen bis zur Versteigerung im Fundbüro. In Hoyerswerda erfolgen seit Januar 2016 die Versteigerungen online über die Plattform www.zoll-auktion.de. Wie Corinna Stumpf mitteilt, können so trotz der Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Versteigerungen erfolgen.

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