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Bautzen: Cannabis-Prozess wird ausgesetzt

Ein Putzkauer wurde im Frühjahr verurteilt, weil er Hanf zur Schmerzlinderung angebaut hatte. Jetzt sollte der Fall erneut verhandelt werden. Doch dazu kam es nicht.

Frank Czymek aus Putzkau hatte medizinischen Hanf angebaut und ist deshalb verurteilt worden. Er legte Rechtsmittel gegen das Urteil ein.
Frank Czymek aus Putzkau hatte medizinischen Hanf angebaut und ist deshalb verurteilt worden. Er legte Rechtsmittel gegen das Urteil ein. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Ein Gerichtsverfahren um einen unerlaubten Anbau und den Besitz von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ist ausgesetzt worden. Der Putzkauer Frank Czymek war im Frühjahr vom Bautzener Amtsgericht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Polizisten hatten auf seinem Grundstück 15 Hanfpflanzen, Samen und Extrakte beschlagnahmt – mit einem THG-Gehalt von insgesamt 27,82 Gramm.

Czymek leidet durch eine Neuroborreliose an chronischen Schmerzen und hatte den Hanf angebaut, um diese zu lindern. Er hatte das Amtsgerichts-Urteil angefochten, deshalb sollte der Prozess nun am Landgericht neu aufgerollt werden. Ausgesetzt wird das Verfahren nun, weil das Gericht ein medizinisches Gutachten einholen will. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

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Czymek hatte seinen Fall im Sommer 2018 selbst öffentlich gemacht. Den Hanf hatte er angebaut, weil die Krankenkasse seinen Antrag auf Kostenübernahme für ein cannabishaltiges Medikament abgelehnt hatte. (SZ/the)

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