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Bautzens OB: "Ein Todesurteil für die Innenstädte"

Sachsens Ministerpräsident will Geschäfte und Gastronomie geschlossen lassen, bis eine Inzidenz von 35 erreicht ist. Alexander Ahrens kritisiert das scharf.

Der Bautzener OB Alexander Ahrens fordert, Handel und Gastronomie jetzt zu öffnen.
Der Bautzener OB Alexander Ahrens fordert, Handel und Gastronomie jetzt zu öffnen. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) fordert, dass Geschäfte und Gastronomie jetzt wieder öffnen dürfen, wenn sie sichere Gesundheitskonzepte haben.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Mittwoch gesagt, dass er eine Öffnung des Handels erst ab einer Inzidenz von 35 für realistisch hält. Doch Ahrens findet: „Sollte eine Öffnung von Handel und Gastronomie erst ab einer Inzidenz von unter 35 erlaubt werden, kommt dies einem Todesurteil für die Innenstädte gleich.“ Er halte die Inzidenz von 35 für einen „nicht nachvollziehbaren Richtwert“. Mit Stand vom 11. Februar liegt der Wert im Landkreis Bautzen bei 106.

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„Gesundheitsschutz und Bekämpfung der Pandemie sind wichtig. Gerade deshalb muss eine Abwägung von Lockerung und Lockdown stetig erfolgen“, sagt Ahrens. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie bedrohlich Covid-19 sein kann. Aber er sorge sich, dass der Landkreis Bautzen erst im Frühsommer auf eine 35er-Inzidenz kommen wird. Ahrens begründet das mit dem hohen Altersdurchschnitt in der Region. Wie er das meint, konkretisiert er in seiner Stellungnahme nicht.

Ahrens fordert Impfung für Lehrkräfte und Erzieher

„Die meisten Studien weisen darauf hin, dass in Läden und Gastronomie bei Befolgung der Hygienekonzepte kaum Ansteckungsrisiken vorhanden sind“, erklärt Ahrens. Es sei nicht zu rechtfertigen, wenn „in Lebensmittelfachgeschäften sich die Kunden stapeln, kleine Läden wie auf der Reichenstraße aber nicht öffnen dürfen“. Er findet, der gesundheitliche Nutzen aus dem Lockdown werde vom wirtschaftlichen Schaden, den die Gewerbetreibenden dadurch haben, überschattet.

Außerdem fordert Ahrens, dass Lehrkräften und Erziehern vor der Schul- und Kitaöffnung Impfungen ermöglicht werden. (SZ)

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