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Bautzen: Sorbisches Museum soll aufs Lauenareal

Schon länger gibt es Pläne für ein sorbisches Begegnungszentrum auf der Brachfläche in der Bautzener Innenstadt. Nun werden sie konkreter.

Schon lange liegt das Lauenareal in Bautzen brach. Nun werden die Pläne für ein sorbisches Begegnungszentrum an der Stelle konkreter.
Schon lange liegt das Lauenareal in Bautzen brach. Nun werden die Pläne für ein sorbisches Begegnungszentrum an der Stelle konkreter. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Auch das Sorbische Museum des Landkreises Bautzen soll auf das Lauenareal in der Bautzener Innenstadt ziehen. Das gab das Landratsamt jetzt bekannt.

Der Landkreis Bautzen, die Stiftung für das Sorbische Volk und das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus haben einen sogenannten „Letter of Intent“, also eine Absichtserklärung, unterzeichnet. Die umfasst aber nicht nur Pläne für das Museum – sondern für ein größeres Bauprojekt unter dem Titel „Sorbisches Wissensforum am Lauenareal“. Auf der Brachfläche soll ein Neubau entstehen, in den – neben dem Museum – das Sorbische Institut mit dem sorbischen Kulturarchiv und der sorbischen Zentralbibliothek einzieht.

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Neuer Ansatz für Finanzierungsproblem

Schon länger ist bekannt, dass auf dem Lauenareal ein sorbisches Begegnungszentrum entstehen soll, mit dem Sorbischen Institut als Herzstück. Denn im bisherigen Domizil an der Bahnhofstraße 6 mangelt es an Platz. Offen war bislang aber die Finanzierungsfrage. Mit der neuen Absichtserklärung versuchen die Beteiligten nun, mit dem Vorhaben auf die Liste der Landesprojekte für Fördermittel aus dem Kohlefonds für das Jahr 2021 zu kommen. Das könnte die Finanzierungsfrage beantworten – doch ob das klappt, wird wohl erst im Oktober 2021 feststehen.

Dennoch bedeutet die Absichtserklärung viel für die Sorben, erklärt Jan Budar, Direktor der Stiftung für das sorbische Volk. Es sei nicht nur wichtig, dass moderne Räume für das Sorbische Museum gefunden werden, sagt er. „Dass das Ministerium die Idee unterstützt, zeigt auch, wie wichtig der Freistaat sorbische Belange einschätzt.“

„Im Sorbischen Wissensforum am Lauenareal soll sorbische Sprache, Geschichte und Kultur erforscht, bewahrt und an interessierte Menschen weitervermittelt werden“, sagt Barbara Klepsch, sächsische Ministerin für Kultur und Tourismus. Die zentrale Lage bedeute auch, dass das Wissensforum zum touristischen Anziehungspunkt werden könnte. Durch den neuen Standort soll zudem ein größerer Umfang sorbischer Kulturangebote ermöglicht werden. So könnten dort Sonderausstellungen, pädagogische Angebote, ein Museumsshop oder ein Museumscafé entstehen. (SZ/the)

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