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Forschungszentrum: Bautzen bringt sich ins Gespräch

Drei Projekte sind noch im Rennen um die Gelder für ein neues Forschungszentrum in der Lausitz. Für eins hat die Stadt ihre Unterstützung erklärt.

Im Rennen um ein Großforschungszentrum für die Lausitz hat sich Bautzen ins Gespräch gebracht.
Im Rennen um ein Großforschungszentrum für die Lausitz hat sich Bautzen ins Gespräch gebracht. © Symbolfoto: Lutz Weidler

Bautzen. Sechs Forscher, Forschungsgruppen und -einrichtungen dürfen ihre Ideenskizzen für zwei neue Großforschungszentren in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier weiter ausarbeiten. Eine Perspektivkommission hat die sechs Ideen ausgewählt, die nun in die nächste Runde gehen. Wie die Stadt Bautzen mitteilt, hat sie zu einem der Projekte einen sogenannten Letter of Intent abgeschlossen.

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Konkret geht es dabei um das Projekt „LAB – Lausitz Art of Building“ von Professor Manfred Curbach von der TU Dresden und weiteren Wissenschaftlern. Der Gruppe geht es um das Bauwesen – und ressourceneffiziente und klimaneutrale Werkstoffe dafür. Inhalte sind Materialforschung, Produktionstechnologien und Digitaltechnologien. So verursacht das Bauwesen nach Angaben der TU Dresden rund 25 Prozent des CO2-Ausstoßes und benötigt viele Ressourcen.

„Um das Leben der Menschen auf der Erde lebenswert zu erhalten, müssen massive Forschungsanstrengungen unternommen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der TU zu dem Projekt. Der „baulich bedingte Raubbau an unserem Planeten“ müsse beendet werden. Dort setzt die Idee für das Projekt des Großforschungszentrums an.

Bis zu 170 Millionen Euro gibt es für das Gewinnerprojekt

Mit dem Letter of Intent erklärt die Stadt Bautzen, dass sie das Projekt unterstützt und ein möglicher Ort für die Einrichtung - sollte sie am Ende gewinnen - Bautzen sein könnte. Allerdings ist unbekannt, ob das Projekt auch mit anderen Städten solche Absichtserklärungen unterzeichnet hat.

Schon im Frühjahr hatte die Stadt erklärt, sich sehr für das Projekt zu interessieren. Ein Großforschungszentrum zu gerade diesem Thema würde der Region und den ansässigen Unternehmen etwas bringen, hatte der kommissarische Stadtsprecher Markus Gießler damals mitgeteilt.

Insgesamt zwei Großforschungszentren sollen im Zuge des Strukturwandelprozesses gebaut werden. Eins im mitteldeutschen Revier und eins in der Lausitz. Bis zu 170 Millionen Euro Förderung könnte es für die Projekte jeweils geben. Fast 100 Projektskizzen waren zu dem Wettbewerb eingereicht worden. Der Gedanke dahinter ist, dass sich rund um das Großforschungszentrum zahlreiche Unternehmen ansiedeln – und auch so Jobs in der entsprechenden Region geschaffen werden.

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