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Omas for Future: Klimaschützerin sucht Mitstreiter

Gemüse anbauen, weniger Fleisch essen: Ines Kasper hat begonnen, ihr Leben zu verändern. Jetzt will die Bautzenerin auch andere dafür begeistern.

Ines Kasper gründete die Regionalgruppe der "Omas for Future" in Bautzen. Jetzt sucht sie weitere Mitstreiter.
Ines Kasper gründete die Regionalgruppe der "Omas for Future" in Bautzen. Jetzt sucht sie weitere Mitstreiter. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. „Handeln aus Liebe zum Leben“ – der Slogan gefiel Ines Kasper sofort, als sie das erste Mal mit den „Omas for Future“ in Kontakt kam. Und sie fand die Idee so gut, dass sie in Bautzen eine Regionalgruppe der Initiative gründete. „Mir ist bewusst geworden, wie gefährdet unsere Lebensgrundlagen durch den Klimawandel sind. Und dass wir alle seit Jahrzehnten dazu beitragen, dass das so ist. Deshalb sind es auch wir, die etwas dagegen tun können. Jeder Einzelne sollte sein Leben jeden Tag so nachhaltig wie möglich gestalten“, sagt Ines Kasper.

Die bundesweite Bewegung hat die Generation 50+ im Fokus und gibt konkrete Alltagstipps, wie man das Thema Nachhaltigkeit in seine täglichen Entscheidungen integrieren kann. „Ich möchte das Gefühl vermitteln, dass jeder etwas tun kann“, sagt Ines Kasper. Dabei gehe es ihr nicht darum, Vorschriften zu machen. „Ich mache ja selbst auch nicht alles richtig“, sagt die 57-Jährige, „ich möchte einfach einen Anstoß dazu geben, sich das eigene Verhalten bewusst zu machen.“

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Im Kleinen anfangen, etwas zu ändern

Sie finde viele Parallelen zu ihrer nebenberuflichen Tätigkeit als Yogalehrerin. „Da geht es auch viel um Selbstreflexion und darum, was man selbst verändern kann. Das ist immer ein Entwicklungsprozess“, sagt Ines Kasper. Auch für sie selbst sei das Thema Nachhaltigkeit ein Prozess. In ihrem Garten baue sie Gemüse und Kräuter für den täglichen Verbrauch an. Aber sie fahre nach wie vor mit dem Auto zur Arbeit. Ihre Einkäufe erledige sie im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt, Fleisch esse sie nur selten. Aber sie sei in den letzten Jahren auch mal in den Urlaub geflogen. “Es geht darum, anzufangen”, sagt Ines Kasper.

Sie selbst ist dreifache Mutter und hat sechs Enkel im Alter zwischen sechs Jahren und fünf Monaten. „Wenn ich mal rechne, wird mir klar, dass die Kinder schon stark von den Veränderungen des Klimas betroffen sein werden.“ Trotzdem möchte sie keine Panik verbreiten, sondern zeigen, wie man im Kleinen anfangen kann.

Weitere Mitstreiter ab 50 gesucht

Im Moment ist sie noch das einzige Mitglied der Regionalgruppe und sucht daher nun nach anderen Menschen über 50 Jahren, um gemeinsam mit verschiedenen Aktionen und Projekten aktiv zu werden. Konkrete Pläne hat sie noch nicht, sie möchte das Thema vor allem an viele Menschen herantragen. „Ich bin offen für Ideen, und gemeinsam fallen uns bestimmt schöne Projekte ein“, sagt sie.

Die Bautzener Gruppe ist eine von insgesamt etwa 40 Regionalgruppen der Omas for Future. Die Initiative wurde im Sommer 2019 als Unterstützung der Fridays-for-Future-Bewegung in Leipzig gegründet.

Wer mitmachen möchte, kann sich per Mail bei Ines Kasper melden: [email protected].

Mehr Infos unter: bautzen.omasforfuture.de.

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