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Mehr als 15.000 Besucher bei der Romantica

Die Bautzener Einkaufsnacht fand diesmal unter erschwerten Bedingungen statt - nicht nur wegen Corona. So sieht die Bilanz der Veranstalter aus.

Von Theresa Hellwig
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Mehr als 15.000 Menschen kamen am Sonnabend nach Bautzen zur Einkaufsnacht Romantica.
Mehr als 15.000 Menschen kamen am Sonnabend nach Bautzen zur Einkaufsnacht Romantica. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Eine Feuerschau, ein bunt angestrahltes Rathaus, geschmückte Geschäfte und Straßenzüge: Nachdem die Bautzener Einkaufsnacht Romantica voriges Jahr wegen der Pandemie ausfiel, fand sie diesmal unter dem Motto "Comeback der Herzen" wieder statt. René Meißner, der Vorsitzende des Bautzener Innenstadtvereins, zieht im Gespräch mit Sächsische.de Bilanz.

Herr Meißner, wie zufrieden sind Sie mit der diesjährigen Romantica?

Ich bin vor allem beruhigt. Wir hatten nur sechs Wochen Zeit, um alles zu organisieren – und es lief alles entspannt und kontrolliert ab. Wir wollten eine Einkaufsnacht, wie sie früher war; bei der es die Menschen in die Läden zieht. Und das ist es auch geworden. Die Showeinlagen sollten den Händlern nicht die Plattform stehlen. Auch die Händler haben uns positives Feedback gegeben: Sie konnten wieder ins Gespräch mit den Kunden kommen, es sind nicht nur die Massen durch die Geschäfte geschoben worden.

René Meißner ist der Vorsitzende des Bautzener Innenstadtvereins. Dieser hat gemeinsam mit dem Tourismusverein die Romantica organisiert.
René Meißner ist der Vorsitzende des Bautzener Innenstadtvereins. Dieser hat gemeinsam mit dem Tourismusverein die Romantica organisiert. © SZ/Uwe Soeder

Wie viele Besucher sind denn gekommen?

Es kamen zwischen 15.000 und 20.000 Besucher. Das sind etwa halb so viele wie in den Vorjahren. So in etwa hatten wir uns das auch vorgestellt. Wir hatten weniger Budget, weil die Unterstützung der Stadt weggebrochen ist – für mehr Besucher hätten wir nicht die Kapazität gehabt.

Was meinen Sie damit?

Früher hatten wir Unterstützung vom Wirtschaftsförderer und vom Citymanagement; beides ist weggebrochen. Anders als früher gab es auch keine Finanzspritze der Stadt für das Fest. Wir haben dieses Mal alles im Ehrenamt geleistet. Im Übrigen waren alle größeren Veranstaltungen in Bautzen dieses Jahr ehrenamtlich organisiert – zum Beispiel auch das Altstadtfestival. Die Verwaltung hatte Anfang des Jahres ein großes Maßnahmenpaket auf den Weg geschickt, um Handel und Gastronomie zu helfen. An ihren eigenen Vorgaben muss sie sich nun aber auch messen lassen.

Kritik gibt es, weil trotz der verschärften Corona-Lage doch recht viele Besucher aufeinandertrafen …

Natürlich beschäftigt uns das. Aber als wir erfuhren, dass die Regeln verschärft werden, war die Planung der Romantica durch. Das war wenige Tage vor dem Fest. Und unser Gefühl war: Wir können das doch jetzt nicht mehr aufhalten. Die Leute wären trotzdem gekommen. Wir haben stattdessen das Beste draus gemacht – und darauf geachtet, dass in den Läden die Hygienekonzepte umgesetzt werden.