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Bautzen: Bäcker verteilen Martinshörnchen

Der Martinsumzug muss in diesem Jahr wegen Corona ausfallen. Das traditionelle Gebäck gibt es trotzdem - und dazu ein Geschenk.

Zwar kann der Martinsumzug in Bautzen dieses Jahr nicht stattfinden, aber auf die Martinshörnchen müssen die Kinder deswegen nicht verzichten.
Zwar kann der Martinsumzug in Bautzen dieses Jahr nicht stattfinden, aber auf die Martinshörnchen müssen die Kinder deswegen nicht verzichten. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Eigentlich hätte es in Bautzen am 11. November wieder einen großen Lampionumzug zum traditionellen Martinsfest geben sollen. Aber auch das ist pandemiebedingt nicht möglich. „Schweren Herzens“, wie Christian Tiede von der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Petri sagt. „In den vergangenen Jahren herrschte da immer eine wunderbar trubelige Atmosphäre mit den vielen Kindern.“ Ganz ausfallen soll das Fest deswegen nicht.

Die Martinshörnchen, die normalerweise während des Umzugs verteilt werden, gibt es in diesem Jahr beim Bäcker zu kaufen. Dazu verteilen die Bäcker eine Karte mit der Martinslegende – und dem wichtigen Hinweis, das Martinshörnchen zu teilen. So, wie es sonst während des Umzugs gemacht wird.

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„Wir wollten wenigstens einen kleinen Ersatz schaffen“, sagt Pfarrer Tiede. Ursprünglich war geplant, die Martinslegende auf Bäckertüten drucken zu lassen, aber dafür reichte der zeitliche Vorlauf nicht. Grafikerin Carolin Horbank hatte die Idee, Karten mit der Martinslegende zu gestalten und über die Bäckereien zu verteilen.

Normalerweise treffen sich am 11. November Kinder mit ihren Geschwistern, Eltern und Großeltern im Bautzener Dom zu einer kurzen Andacht und singen gemeinsam. Außerdem wird die jeweilige Spendenaktion vorgestellt. Denn jedes Jahr gibt es ein Spendenprogramm für Kinder aus der ganzen Welt.

Abstände könnten nicht eingehalten werden

Nachher werden draußen die Laternen angezündet, und gemeinsam ziehen die Kinder dem Sankt Martin auf seinem Pferd hinterher zur Ortenburg. Hier gibt es das Martinsspiel: Die Legende des Sankt Martin wird dargestellt, die Laternen werden geschwenkt und die Martinshörnchen werden geteilt.

„Allein das Teilen der Hörnchen ist zurzeit ja gar nicht denkbar“, so Pfarrer Tiede, abgesehen von den Abständen, die bei einer solchen Veranstaltung nicht eingehalten werden können. Umso dankbarer ist er über die Beteiligung der Bäckerinnung und der Bäcker an der Martinsfest-Alternative. Die Martinshörnchen mit Karte gibt es bei den Bautzener Bäckereien Neumann, Jeremias, Katzer, Marx und Panitz sowie Richter in Großdubrau und Storcha.

Das Fest zu Ehren des heiligen Martin wird traditionell seit über 30 Jahren von den evangelischen und katholischen Kirchgemeinden der Stadt Bautzen organisiert. Sankt Martin war ein römischer Soldat, der der Legende nach an einem kalten Wintertag an einem frierenden Bettler vorbeiritt. Aus Mitleid teilte er mit seinem Schwert seinen Mantel und schenkte eine Hälfte dem Bettler. In der Nacht erschien dem heiligen Martin Jesus im Traum und dankte ihm für die gute Tat.

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