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Bischofswerda: Geld für die Wesenitz-Sporthalle ist da

Die Stadt hat jetzt vom Freistaat den Fördermittelbescheid für den Umbau bekommen. Was geplant ist und wann die Arbeiten beginnen sollen.

Große Freude bei Bischofswerdas OB Holm Große und Architekt Sebastian Fest: Minister Thomas Schmidt (v.r.) überbringt den Fördermittelbescheid für den Umbau der Wesenitz-Sporthalle.
Große Freude bei Bischofswerdas OB Holm Große und Architekt Sebastian Fest: Minister Thomas Schmidt (v.r.) überbringt den Fördermittelbescheid für den Umbau der Wesenitz-Sporthalle. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Mit der Abstimmung für den Haushaltsplan der Jahre 2021 und 2022 hatte der Bischofswerdaer Stadtrat im Juni auch den Weg für die Sanierung der Sporthalle im Wesenitzsportpark freigemacht. Jetzt wurden auch die für den Umbau notwendigen Fördermittel bestätigt, die über ein Bund-Länder-Programm vom Freistaat Sachsen kommen. Staatsminister Thomas Schmidt (CDU) überreichte den Bescheid am Mittwoch persönlich dem Schiebocker Oberbürgermeister Holm Große (Freie Wähler).

"Für mich ist es ein wunderschöner Anlass, und ich freue mich riesig, weil der Fördermittelbescheid einer Förderquote von 90 Prozent entspricht, was sensationell ist", sagt Große. Insgesamt 1,1 Millionen Euro kommen über das Programm "Investitionspaket Sportstätten" auf das Konto der Bischofswerdaer Stadtverwaltung. Die Stadt selbst wird rund 1,6 Millionen Euro zahlen, darunter hauptsächlich Kosten, für die es nirgendwo Fördermittel gibt. "Für diese finanzielle Anstrengung gebührt unserem Stadtrat ein großer Dank, weil wir das gemeinsam gestemmt haben", freut sich Große.

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"Wir brauchen in den Räten immer Leute, die Verantwortung übernehmen", fügt der Minister hinzu. Nur so könnten letztlich gute Entscheidungen getroffen werden. Bischofswerda hat sich laut OB bewusst gegen eine andere Möglichkeit entschieden. "Es gibt Stimmen, die sagen, dass wir irgendwo am Stadtrand einfach eine neue Halle bauen sollen, was sowieso viel einfacher wäre", sagt Große. Das wäre seiner Meinung nach allerdings ein großer Fehler. Denn: "Die Halle gehört mitten in die Stadt, nahe der Schulen und an dieses Sportareal."

800 Schüler nutzen die Halle täglich

"Sie ist extrem wichtig für unsere Bürger, den Schul- und Vereinssport und damit für die Lebensqualität", fügt Große an. Denn allein 800 Schüler würden die Halle täglich nutzen, daneben Handballer, Volleyballer, Leichtathleten und im Winter auch die Fußballer. "Wir schaffen hier etwas fürs Gemeinwesen, und da hilft dieses Geld ungemein, damit wir das für unsere Menschen realisieren können", stellt Holm Große fest.

Losgehen sollen die Bauarbeiten im Februar nächsten Jahres. Als erstes werde der Sozialteil abgerissen. Gemeint ist damit der Anbau im Eingangsbereich, der jetzt zweistöckig ist und in Zukunft nur noch einstöckig sein wird. Beim Baumaterial setzen die Planer hauptsächlich auf Holz, denn damit könne mit hoher Geschwindigkeit gearbeitet werden. "Wir wollen den Anbau schnell zerlegen und auch schnell die Lücke schließen, die auf dem Weg zur Sporthalle entsteht", erklärt Architekt Sebastian Fest, der die Planung anleitet.

Zweites Teilprojekt ist der Innenbereich. "Die Zuschauer bekommen eine wunderbare Tribüne, die heute noch oben ist und später unten in die Wand der Halle integriert sein wird, wo 200 Gäste ohne Weiteres Platz finden", erläutert der Architekt. Dabei würden besonders die Punkte Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit berücksichtigt.

Fertigstellung im Sommer 2023 geplant

"Wir haben das ehrgeizige Ziel der Fertigstellung im Juli 2023, um dann mit dem neuen Schuljahr an den Start gehen und auch die ganze Saisonvorbereitung der Vereine in der Halle machen zu können", betont Holm Große. Dass da noch Einiges dazwischen kommen kann, weiß auch Minister Thomas Schmidt, der lange Jahre selbst als Bauunternehmer tätig war. "Ich wünsche Ihnen wenige Überraschungen beim Bau und viel Freude bei der Übernahme der tollen Sportstätte", sagt er.

Wenn das Projekt abgeschlossen ist, sollen nicht nur Bischofswerdaer die sanierte Wesenitz-Sporthalle nutzen. Denn die Zielgruppe sei viel größer und bestehe aus rund 28.000 Einwohnern der Region. "Die Zusammenarbeit in der Region ist für uns ein großes Thema, weshalb wir uns an das Entwicklungskonzept Bischofswerdaer Land gemacht haben, um die Entwicklung aller Gemeinden des Umlands voranzutreiben", sagt Große.

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Neben der Kooperation bei Amtsgängen gehe es dabei auch um den regionalen Sport. So solle kleineren Vereinen ermöglicht werden, die Halle zu nutzen. Mit verschiedenen Projekten, wozu auch der Kauf des ehemaligen Kulturhauses gehöre, strebe die Stadt Bischofswerda ein großes Ziel an. "Wir arbeiten sehr stark daran, wieder ein attraktives Mittelzentrum zu werden", sagt OB Große. Damit man das erreiche, sei aber noch eine Menge zutun.

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