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Demitz-Thumitz: Diese Straße soll saniert werden

Breitere Fahrbahn, Geh- und Radweg: Auf zweieinhalb Kilometern zwischen Wölkau und Stacha soll einiges passieren. Eine wichtige Frage ist aber noch offen.

Zwischen Wölkau und Stacha weisen Schilder auf Straßenschäden hin. Nun plant der Landkreis Bautzen den Ausbau der Straße.
Zwischen Wölkau und Stacha weisen Schilder auf Straßenschäden hin. Nun plant der Landkreis Bautzen den Ausbau der Straße. © SZ/Richard Walde

Demitz-Thumitz. Wer regelmäßig zwischen den Demitz-Thumitzer Ortsteilen Wölkau und Stacha unterwegs ist, kennt den schlechten Zustand der Straße. Doch der Landkreis Bautzen will in Kooperation mit der Gemeinde Abhilfe schaffen und plant den grundhaften Ausbau der Kreisstraße. "Die Notwendigkeit ergibt sich unter anderem aus dem baulich schlechten Zustand und der unzureichenden Breite der Fahrbahn. Geh- und Radwege fehlen auf Teilen der Strecke. Weitere Defizite in der Verkehrssicherheit resultieren insbesondere auch aus der unruhigen, kurvigen Trassenführung außerorts", nennt Landkreis-Sprecherin Sabine Rötschke Gründe für das Bauvorhaben.

Auf insgesamt genau 2.537 Metern, von der Ampelkreuzung in Wölkau bis zum nördlichen Ortsausgang von Stacha in Richtung Taschendorf, soll aus der Buckelpiste wieder eine vorzeigbare Kreisstraße werden. Für die Anwohner besonders wichtig: "In den Ortsdurchfahrten Wölkau und Stacha erfolgt die Anordnung von durchgängigen Gehwegen", sagt Rötschke. Auch neue Straßenlaternen werden aufgestellt.

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Gebaut werden soll vom Kreuzungsbereich in Wölkau bis zur nördlichen Ortsausfahrt von Stacha in Richtung Taschendorf.
Gebaut werden soll vom Kreuzungsbereich in Wölkau bis zur nördlichen Ortsausfahrt von Stacha in Richtung Taschendorf. © SZ/Richard Walde

Für Bürgermeister Jens Glowienka (CDU) kommt noch etwas hinzu, was ihn besonders freut. "Es wird einen begleitenden Radweg geben, damit die Schüler, die in Stacha oder Pohla leben, bis nach Demitz kommen", sagt er. Aktuell sei es zu gefährlich für Grundschüler, mit dem Fahrrad auf der Kreisstraße unterwegs zu sein. Das soll sich aber ändern. "Wir müssen beachten, dass immer mehr Familien in die Ortsteile ziehen, denen wir einen sicheren Radweg bieten wollen", fügt Glowienka an.

Bauarbeiten sollen 30 Monate dauern

Ebenfalls mehr Sicherheit soll es an der Kreuzung in Stacha geben. "Die Wartepflichtigen können aktuell die bevorrechtigten Verkehrsteilnehmer nur schlecht sehen, und rechtsabbiegende Fahrzeuge verlassen ohne Geschwindigkeitsminderung die Hauptstraße", beschreibt Rötschke die derzeitige Situation. Hier, wie auch auf dem restlichen Bauabschnitt, werde die Fahrbahn von fünf auf sechs Meter verbreitert. "Die Baumaßnahme dient damit der Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs", fasst Rötschke zusammen.

© SZ Grafik

Dauern sollen die Bauarbeiten rund 30 Monate. "Die längere Bauzeit hat vor allem damit etwas zu tun, weil Schulbusse fahren müssen", erklärt Jens Glowienka. Darauf muss beim Bauablauf Rücksicht genommen werden. Außerdem werde neben den Straßenbauarbeiten auch der Regenwasserabfluss neu gestaltet und die Brücke über das Silberwasser in Wölkau instand gesetzt. Auch zahlreiche Leitungen würden neu verlegt.

Aber wann soll das Ganze nun passieren? "Aufgrund der angespannten Fördermittelsituation für den kommunalen Straßenbau im Freistaat können wir derzeit nicht abschätzen, wann wir mit Fördermitteln rechnen können. Diese sind jedoch Voraussetzung, um das Bauvorhaben öffentlich auszuschreiben und zu realisieren", sagt Rötschke. Somit bleibt die Frage nach dem Baubeginn erstmal offen. "Es hängt jetzt erstmal an zahlreichen Genehmigungsschritten, die sich noch im nächsten Jahr hinziehen werden", fügt Glowienka an.

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