merken
PLUS Bischofswerda

Ein Herrnhuter Stern für die Frankenthaler

Im Kirchturm von Frankenthal leuchtet dank des Fördervereins der Feuerwehr jetzt ein Stern. Im zweiten Anlauf hat der auch gepasst.

Der Kirchturm in Frankenthal zieht neuerdings die Blicke auf sich. Das hat mit der Spende des Fördervereins der freiwilligen Feuerwehr und dessen stellvertretendem Vorsitzenden Kay Winkler zu tun.
Der Kirchturm in Frankenthal zieht neuerdings die Blicke auf sich. Das hat mit der Spende des Fördervereins der freiwilligen Feuerwehr und dessen stellvertretendem Vorsitzenden Kay Winkler zu tun. © SZ/Uwe Soeder

Frankenthal. Kay Winkler und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Frankenthal hatten 2020 so viel vor und konnten so wenig umsetzen. Der stellvertretende Vorsitzende und Gemeindewehrleiter nennt das Hexenbrennen, das Glühwein- oder das Herbstfest – alles nicht möglich wegen der Corona-Pandemie und der Schutzmaßnahmen. „Wir hatten keine Einnahmen, keine Feste, aber wir wollten trotzdem etwas Gutes tun“, sagt Kay Winkler.

Da sei umso schöner, dass eine Sache jetzt doch noch gelungen sei. „Wir wollen jedes Jahr zu Weihnachten etwas zurückgeben und haben überlegt, etwas fürs ganze Dorf zu machen.“ Man habe im wahrsten Sinne des Wortes für einen Lichtblick in diesen Zeiten sorgen und der Frankenthaler Kirche einen Herrnhuter Stern schenken wollen. „Alle im Verein waren dafür“, sagt Kay Winkler. Seit drei Jahren sponsere der Verein etwas für den guten Zweck.

Anzeige
Ihre Berufserfahrungen sichtbar machen
Ihre Berufserfahrungen sichtbar machen

Der neue „ValiKom Transfer“ - Alle Verfahren der IHK Dresden und Handwerkskammer Dresden wurden bisher erfolgreich beendet!

Dass die Idee auch bei der Kirche großen Anklang fand, bestätigt Benjamin Stahl, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Großhartau. „Wir waren überrascht, haben uns sehr gefreut und uns natürlich bedankt.“

Doch ganz so schnell ging es mit dem Geschenk nicht, denn „Veränderungen an der Kirche muss der Kirchenvorstand beschließen“, erklärt der Pfarrer, der neben Frankenthal auch für die Kirchen in Großharthau, Seeligstadt und Schmiedefeld zuständig ist.

1,30 Meter waren zu groß

Der Stern sei eine sehr gute Idee und Benjamin Stahl freue sich, dass er von dort oben strahlt. „Frankenthal ist ein ganz besonderer Ort. Hier gibt es viel Liebe und eine starke Gemeinschaft.“ Das komme eben in solchen Aktionen zum Ausdruck.

Die Frankenthaler seien begeistert, erzählt Kay Winkler. Es gebe viele positive Meinungen im Ort. Nach Totensonntag sei der Stern im Kirchturm montiert worden, wenn auch erst im zweiten Anlauf. „Die Kirche sagte uns, dass der Stern 1,30 Meter groß sein kann, aber der hätte gar nicht reingepasst.“ Das bestätigt Pfarrer Benjamin Stahl. „Wir mussten den Stern nochmal umtauschen, weil der erste zu groß war.“

Das sei laut Kay Winkler kein Problem. „Man sieht den Stern trotzdem von Weitem und viele laufen jetzt extra an der Kirche vorbei, wenn sie ihre Spaziergänge machen.“ Die Möglichkeit sich an dem Stern zu erfreuen, werden die Frankenthaler noch eine ganze Weile haben, verrät Benjamin Stahl. „Der Stern wird bis Maria Lichtmess im Februar oben bleiben. Erst dann endet die kirchliche Weihnachtszeit.“

Mit dem kostenlosen Newsletter „Bautzen kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Bischofswerda