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Butterberg bekommt neuen Spielplatz

Auf Bischofswerdas Hausberg wird die Baude als Miniatur nachgebaut, inklusive Turm. Und die Inhaber nutzen die Corona-Pause für weitere Arbeiten.

Karl-Heinz und Heidi John investieren auch während der Corona-bedingten Schließung ihres Berggasthofes Butterberg. Der neue Holzspielplatz wird weitergebaut, wenn es das Wetter zulässt.
Karl-Heinz und Heidi John investieren auch während der Corona-bedingten Schließung ihres Berggasthofes Butterberg. Der neue Holzspielplatz wird weitergebaut, wenn es das Wetter zulässt. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Wenn es nach Heidi und Karl-Heinz John geht, dann wird der neue Spielplatz zum Kindertag eröffnet – spätestens. Vielleicht ist das auch schon zu Ostern möglich, sagen die Inhaber des Berggasthofes Butterberg in Bischofswerda. Irgendwann in diesem Zeitraum soll es so weit sein. „60 Prozent des Spielplatzes waren fertig, dann kam der Wintereinbruch“, sagt Karl-Heinz John.

Der neue Holzspielplatz entsteht auf der Fläche des alten und abgerissenen Spielplatzes und soll eine Miniaturausgabe des Gasthofs mit Aussichtsturm sein. Er wird einen Keller sowie einen Gittergang in drei Metern Höhe haben, der hinüber zum beliebten Spielgerät Ameise mit Tunnelsystem führt.

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Dazu kommt noch eine Schaukel in Schlangenform, auf der mehrere Menschen hintereinander sitzen können. Gebaut wird der Spielplatz von der Firma GartenArt aus Panschwitz-Kuckau.

Kein Tüv mehr für den alten Spielplatz

Die Inhaber gehen davon aus, dass der neue Spielplatz länger existieren wird als der alte. „Wir hatten keinen Tüv mehr bekommen und hätten das Holz wechseln müssen“, erklärt Heidi John. Ihr Mann fügt hinzu, dass jetzt mit Robinie und Lärche gebaut werde. Beide Hölzer seien dauerhafter als Fichte, das Material des alten Spielplatzes.

Dieser wurde 2002 von den Betreibern auf dem Butterberg gebaut und musste im Sommer 2019 abgerissen werden. Dass jetzt etwas Neues entsteht, hätten sie in dieser Form allein nicht umsetzen können, erklärt Karl-Heinz John. „Es ist ein Projekt gemeinsam mit der Stadt Bischofswerda.“

Der alte Spielplatz auf dem Butterberg wurde im Sommer 2019 abgerissen.
Der alte Spielplatz auf dem Butterberg wurde im Sommer 2019 abgerissen. © Berggasthof Butterberg

Der Spielplatz befindet sich auf städtischem Grund und Boden. Deswegen habe die Stadt auch den Förderantrag bei der Leader-Region Westlausitz für die „Neugestaltung eines Mehrgenerationen-Spiel-und-Abenteuerplatzes am Butterberg“ gestellt. Ziel des Förderprogramms ist es, die regionale Identität und die touristische Entwicklung zu stärken.

Laut Beschlussvorlage der Stadt Bischofswerda sei der Butterberg „überregional bekannt und ein wichtiges touristisches Ausflugsziel in der Westlausitz.“ Neben dem gastronomischen Angebot durch den Berggasthof Butterberg befinden sich hier der Abenteuerspielplatz, ein Waldpark, ein Streichelzoo und ein touristischer Treffpunkt. Für alle Altersgruppen sei auf dem Gelände gesorgt und Angebote verfügbar.

Der Förderantrag wurde bewilligt, und so kommen 80 Prozent der rund 43.000 Euro an Gesamtkosten aus der Leader-Region Westlausitz. Den Rest müssen die Butterberg-Betreiber als Eigenmittel beisteuern. Der entsprechende Beschluss wurde bereits Ende April 2020 im Stadtrat gefasst, mit 21 Zustimmungen und einer Enthaltung.

Bestellte Feiern müssen umgebucht werden

Neben der Eröffnung des Spielplatzes hoffen Heidi und Karl-Heinz John darauf, dass ihre Besucher all diese Angebote bald wieder so uneingeschränkt wie möglich nutzen können. Derzeit ist der Gasthof aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen für Besucher geschlossen. Wie bereits im vergangenen Frühjahr wurden Speisen und Getränke bis vor Kurzem am Wochenende außer Haus verkauft. Doch das haben die Betreiber nun doch bis auf Weiteres eingestellt, teilten sie am Mittwochvormittag via Facebook mit.

Eine der größten aktuellen Herausforderungen sei die Umbuchung von Veranstaltungen und bestellten Feiern. „Der Jahresplan 2021 war komplett fertig“, sagt Heidi John. „Wir müssen neue Termine finden und dabei aufpassen, nichts doppelt zu belegen.“ Zumal noch niemand weiß, wann Gaststätten wieder öffnen dürfen.

Verkauf der Baude ist aktuell kein Thema

Ebenfalls wie im Frühjahr nutzen die Inhaber die aktuelle Schließung und investieren etwa in Arbeiten im Gebäude oder eine neue Spülmaschine für Küchengeräte. „Wir haben beide Personalumkleiden renoviert sowie Küche und Toiletten grundlegend gereinigt“, erklärt Heidi John.

Da es auf dem Butterberg keinen Ruhetag gebe, seien solche Dinge sonst nur bei laufendem Betrieb möglich. Zudem habe man am unteren Parkplatz die Hinweisschilder zum Butterberg und zur Jagdhütte erneuert.

Immerhin sei jetzt die Corona-Hilfe für Gastronomen für den Monat November überwiesen worden. Darauf sei man mit derzeit 26 Beschäftigten angewiesen. „Jetzt warten wir auf die Dezemberhilfe, um Januar, Februar und März zu überstehen“, erklärt Karl-Heinz John und räumt noch ein Gerücht aus der Welt. Angeblich stünde der Berggasthof zum Verkauf. „Das stimmt nicht, aber richtig ist, dass wir natürlich überlegen, wie eines Tages die Nachfolge aussehen kann.“

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, um 11.20 Uhr korrigiert. In der früheren Fassung hieß es, dass Speisen und Getränke derzeit am Wochenende außer Haus verkauft werden. Die Betreiber hatten aber mittlerweile mitgeteilt, dass sie diesen Service eingestellt haben.

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