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Rammenau: Freie Fahrt in beide Richtungen

Aufatmen für Autofahrer: Am Kreisverkehr an der B 98 soll der Verkehr früher als geplant wieder ohne Einschränkungen fließen.

Hochbetrieb auf der Baustelle der B 98 in Rammenau: Noch vor Weihnachten soll die Straße für den Verkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben werden.
Hochbetrieb auf der Baustelle der B 98 in Rammenau: Noch vor Weihnachten soll die Straße für den Verkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben werden. © SZ/Uwe Soeder

Rammenau. Die Umleitung an der Bundesstraße 98 in Rammenau soll voraussichtlich vor Weihnachten aufgehoben werden. Wie Rosalie Stephan, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), mitteilt, konnte der Bau „schneller als geplant voranschreiten, sodass bereits in diesem Jahr auch der ,Geschwindigkeitstropfen‘ am Ortseingang von Rammenau in Betrieb genommen werden kann“. Mit dem Tropfen ist die Insel zur Reduzierung der Geschwindigkeit aus Richtung Bischofswerda kommend gemeint.

Die Verkehrsfreigabe ist demnach für den 18. Dezember geplant, wenn die Witterung es zulässt, fügt die Lasuv-Sprecherin hinzu. Ab diesem Zeitpunkt „können die Verkehrsteilnehmer die Ortslage Rammenau in beiden Richtungen passieren“, und zwar weiterhin über die vor Beginn der Bauarbeiten angelegte Behelfsstraße. Von dort könnten Auto- und Lkw-Fahrer dann zur B 98 über den neu errichteten Kreisverkehr und durch Rammenau in Richtung Bischofswerda fahren.

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Bauarbeiten bis August 2021

Der Verkehr in die Gegenrichtung könne im Kreisverkehr nun in der richtigen Fahrtrichtung geleitet werden. Von dort geht es dann ebenfalls weiterhin über die Behelfsstraße zurück auf die B 98. Diese Verkehrsführung werde bis zum Abschluss der Arbeiten im August 2021 bestehen bleiben, teilt Rosalie Stephan weiter mit. „Auch die zwei fertiggestellten Bushaltestellen in Rammenau kann der ÖPNV ab der Verkehrsfreigabe nutzen. Die provisorischen Haltestellen entfallen dann.“

Sobald es die Witterung im neuen Jahr zulasse, werde man die Winterpause beenden und die verbleibenden Arbeiten fortsetzen. „Diese umfassen innerhalb der Ortsdurchfahrt unter anderem die vollständige Anbindung des Kreisverkehrs, das Errichten eines Durchlasses, den Bau eines Radweges im Bereich des ,Geschwindigkeitstropfens‘ sowie den Rückbau der Verkehrsspange“, erklärt die Lasuv-Sprecherin. Mit Verkehrsspange ist die Behelfsstraße gemeint. Während der Ausführung dieser Arbeiten soll der Straßenverkehr mithilfe einer Ampel geregelt werden.

40 Kilometer Umweg fallen weg

Bislang müssen Kraftfahrer, die aus Richtung Autobahn kommen, noch einen rund 40 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen. Die ausgeschilderte Strecke führt ab dem Rammenauer Ortseingang über besagte Behelfsstraße in die Ortsmitte und von dort weiter über Großröhrsdorf nach Radeberg, anschließend zur B 6 und dort weiter nach Bischofswerda. So ist zumindest die offizielle Umleitung. Viele Autofahrer nutzen aber die Landstraßen und Schleichwege über Frankenthal oder Goldbach.

Im April starteten die Arbeiten, um die B 98 in Rammenau auszubauen und einen Kreisverkehr an der Kreuzung mit der S 158 zu errichten. Anfang Oktober war das Lasuv noch davon ausgegangen, dass die Verkehrsfreigabe in beide Richtungen erst während der Winterpause erfolgen kann. Zudem ist die Fertigstellung mit Ziel August 2021 nun einen Monat früher geplant als bislang.

Ausgebaut werde die B 98 wegen ihrer Bedeutung als wichtigster Zubringer zur A 4 und weil die Sicherheit erhöht werden soll. Die Fahrbahnränder waren zum Teil heruntergefahren, die Bankette zu schmal und Böschungen zu steil. Außerdem, so teilt das Lasuv mit, verfügten die Fahrbahnränder nicht mehr über die erforderliche Tragfähigkeit, weshalb die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h herabgesetzt worden war.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen 2,2 Millionen Euro. Finanziert werden sie zum großen Teil vom Bund. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit rund 275.000 Euro. (SZ)

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