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Sparkasse schließt zwei Standorte

In Burkau und Steinigtwolmsdorf bekommen Kunden jetzt weder Kontoauszüge noch Geld. In einem der Orte wird noch nach einer Lösung gesucht.

Seit dem 1. Februar 2021 ist Sparkasse in Burkau geschlossen. Das gilt auch für den Standort in Steinigtwolmsdorf.
Seit dem 1. Februar 2021 ist Sparkasse in Burkau geschlossen. Das gilt auch für den Standort in Steinigtwolmsdorf. © SZ/Uwe Soeder

Steinigtwolmsdorf/Burkau. Die Kreissparkasse Bautzen sucht weiter nach Möglichkeiten, ihren Kunden in Steinigtwolmsdorf das Abheben von Bargeld zu ermöglichen. „Ziel ist es, in Steinigtwolmsdorf einen örtlichen Händler zu finden, welcher künftig auch Bargeld auszahlt. Die Suche nach einem Händler hatte aktuell leider noch keinen Erfolg“, teilt Sprecherin Elke Bauch auf Anfrage von Sächsische.de mit.

Wie Mitte Oktober angekündigt, hat die Kreissparkasse ihre Zweigstellen in Steinigtwolmsdorf und Burkau Ende Januar geschlossen. Man suche aber nach Wegen, um den Kunden den Zugang zu Bargeld zu ermöglichen, hieß es damals. Seit diesem Montag stehen in beiden Gemeinde aber weder Personal, noch Bankautomat oder Kontoauszugsdrucker zur Verfügung.

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Keine Einigung mit Händlern in Burkau

Kunden aus Steinigtwolmsdorf bekämen Geld und Kontoauszüge nun in den Filialen der benachbarten Gemeinden Wehrsdorf oder Neukirch. In diese seien auch die Kundenberater gewechselt.

In Burkau stehe dagegen bereits fest, dass eine Lösung nicht infrage kommt, wie die Sprecherin der Bautzener Kreissparkasse hinzufügt. „Ziel war es, in Burkau einen örtlichen Händler zu finden, welcher künftig auch Bargeld auszahlt. Leider war die Suche nach einem Händler erfolglos.“ Um doch noch eine Alternative zum Abheben von Bargeld anbieten zu können, befinde sich das Kreditunternehmen noch in Gesprächen mit dem Bürgermeister Sebastian Hein (CDU).

Dieser hatte sich zu dem Thema geäußert, nachdem Ratsmitglied Hans Lehmann (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates nachgefragt hatte. Der Bürgermeister bestätigte die Absage aller Händler. Alternativ könnte die Gemeinde Bargeld auszahlen, aber das sei schwierig, erklärte der Bürgermeister.

Auszahlung über die Gemeinde ist schwierig

Einerseits erschwere das die Buchhaltung, und andererseits dürfe die Gemeinde nicht mehr als 500 Euro Bargeld vorhalten. „Wie bei den Händlern wäre ein Einkauf die Grundlage zum Auszahlen von Bargeld.“ Aber was wolle die Gemeinde verkaufen? Solange es in Burkau keine Lösung gibt, bleibt den Einwohnern nur der Weg ins Umland.

Die nächsten Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker der Sparkasse befinden sich laut Sprecherin Elke Bauch in Rammenau und Bischofswerda. Hier würde nun auch die Kundenberatung erfolgen.

Die Kreissparkasse Bautzen ist nicht die einzige Regionalbank, die ihr Filialnetz überprüft. Ende September hatte bereits die Ostsächsische Sparkasse Dresden die Schließung von 22 kleinen Zweigstellen angekündigt, darunter sind zwei Standorte im Landkreis Bautzen: Schwepnitz und Kühnichter Heide in Hoyerswerda.

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