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Schmölln-Putzkau: Platz für elf neue Häuser

Nach langen Planungen wird jetzt am Putzkauer Weg ein Wohngebiet erschlossen. Welche Vorteile es bietet und wie es um den Verkauf der Parzellen steht.

Andreas Ducke (l.), Geschäftsführer der WohnPro Gesellschaft, und Achim Wünsche, Bürgermeister von Schmölln-Putzkau, freuen sich, dass in Schmölln neue Baugrundstücke entstehen.
Andreas Ducke (l.), Geschäftsführer der WohnPro Gesellschaft, und Achim Wünsche, Bürgermeister von Schmölln-Putzkau, freuen sich, dass in Schmölln neue Baugrundstücke entstehen. © SZ/Uwe Soeder

Schmölln-Putzkau. Am südlichen Rand von Schmölln - zwischen dem Putzkauer Weg und der Straße Hüttenhäuser - entsteht ein komplett neues Wohngebiet. "Insgesamt werden im ersten Abschnitt Baugrundstücke für elf Einfamilienhäuser entstehen, die alle noch nicht vergeben sind", sagt Investor Andreas Ducke im Gespräch mit Sächsische.de. Denn: "Wir verkaufen erst, wenn das Wohngebiet fertig erschlossen ist". Aussagen zu Preisen gibt es noch nicht.

Allerdings gebe es bereits erste Nachfragen aus der Bevölkerung, wie Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) bestätigt. "Es sind auf jeden Fall Interessenten da". Seine Hoffnung ist, dass durch das Ansiedeln von elf Familien die Einwohnerzahl in seiner Gemeinde wieder steigt. Die Hoffnung sei groß, dass schnell alle elf Häuser gebaut und bewohnt werden.

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Denn die Lage sei sehr gut. "Der Bahnhaltepunkt ist nur einen Steinwurf entfernt. Freibad und Hausarzt auch – es ist also alles da von der Infrastruktur her", erklärt Wünsche. Auch mit dem Auto sei man beispielsweise schnell in Dresden. "Ich finde die Anbindung sehr gut, denn über Putzkau kommt man auf die Umgehungsstraße und danach relativ schnell auf die Autobahn", fügt Ducke an.

Große Nachfrage von Dresdnern

Dass das so genau betont wird, hat einen besonderen Grund. "Die Nachfrage von Familien, die die Dresdener Preise nicht mitmachen wollen und einen längeren Anfahrtsweg zur Arbeit in Kauf nehmen, ist groß", sagt der Geschäftsführer der WohnPro Gesellschaft aus Doberschau. Aber natürlich können sich auch Schmölln-Putzkauer hier niederlassen. "Viele bestehende Häuser beherbergen ja mehrere Generationen, und jetzt entstehen Einfamilienhäuser", sagt Wünsche.

Die Planungen für das aktuelle Projekt laufen schon lange. Einen ersten Bebauungsplan habe man in der Gemeinde laut aktuellem Bürgermeister bereits vor rund 15 Jahren aufgestellt. "2017 wurde der Plan nochmal angepasst, und dann wurden die ganzen Themen – wie das Werben von Investoren – geklärt. Das hat uns ins jetzige Jahr gebracht", betont er.

Bereits seit Längerem stand aber fest, dass es sich hier um kein reines Wohngebiet handeln wird, sondern um ein sogenanntes urbanes Gebiet. Denn in der Nachbarschaft hat die Firma für Transport, Erdbau und Kies von Rüdiger Enzersberger ihren Sitz. Dennoch sind sich Ducke und Wünsche sicher, dass von dort kein Lärm zu erwarten ist und das Lauteste, was auf die künftigen Bewohner zukomme, der Krach von Rasenmähern sein werde.

Bauherren können schnell starten

Dass aus einer riesigen Wiese ein Wohngebiet wird, gefällt nicht allen. Doch durften sich die künftigen Nachbarn in den Prozess einbringen. "Die aktuellen Anwohner waren im Zuge des Bebauungsplanverfahrens involviert und konnten sich dazu äußern", betont Wünsche. Das sei rein rechtlich überall, wo etwas neu gebaut wird, so vorgesehen. "Aber ich denke, es ist für die ganze Umgebung gut, wenn es hier gut gefüllt ist", fügt er an.

Gefüllt ist es aber erst dann, wenn die Häuser tatsächlich stehen. "Sobald die Erschließung gegeben ist, kann der Bau hier beginnen – Baubeginn wäre also September oder Oktober", sagt Ducke, dem eines besonders wichtig ist: "Dadurch, dass hier ein fertiger Bebauungsplan gegeben ist, gibt es bei den Baugenehmigungen ein beschleunigtes Verfahren, und man kann relativ schnell mit dem Bauen beginnen".

Zwischen den Baugrundstücken wird vorher noch eine kleine Straße angelegt, um die Häuser erreichen zu können. Dafür ist weiterhin die Gemeinde zuständig, während sie das Grundstück selbst an Duckes WohnPro Gesellschaft verkauft hat. Die Straße wird am Ende einen sogenannten Wendehammer haben, was einen großen Vorteil mit sich bringe: "Es wird es keinen Durchgangsverkehr geben, was sehr kinderfreundlich ist", sagt Ducke.

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