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Pirna

Kinder schreiben Kindern

Damit Freundschaften und Kontakte nicht abreißen, hat sich die Kita Knirpsenland in Pirna eine besondere Aktion einfallen lassen.

Überraschung! Die Mädchen und Jungen aus der Kita Knirpsenland in Pirna schreiben an ihre Freunde, die zu Hause bleiben müssen.
Überraschung! Die Mädchen und Jungen aus der Kita Knirpsenland in Pirna schreiben an ihre Freunde, die zu Hause bleiben müssen. © AWO Sachsen

Kinder, die ihre Kita Knirpsenland in Pirna derzeit nicht besuchen können, sollten in den Briefkasten schauen. Sie erhalten Post von ihren Freunden, die momentan in der Einrichtung notbetreut werden. „Heute kommt ganz besondere Post aus deinem Knirpsenland! Denn du sollst wissen, dass wir oft an dich denken! Gern kannst du uns auch etwas malen oder schreiben. Wir freuen uns, wenn wir uns in der Kita wiedersehen können.", beginnt der Brief.

Die Idee dazu entstand in der Team-Beratung, sagt Erzieherin Claudia Schneider, die maßgeblich für die Organisation verantwortlich ist.  "Wir haben uns alle zusammen überlegt, wie wir den Kindern, die zu Hause sind, eine kleine Freude machen können und sind auf das Schreiben der Briefe gekommen", berichtet die Pädagogin. Schnell war ein hübscher Text formuliert, der auf die Briefe geschrieben wurde. Diesen durften dann  die Kinder im Knirpsenland mit Bildern verschönern beziehungsweise liebevoll gestalten. "Einige Kinder sind sogar so eifrig gewesen, dass sie zusätzlich noch Bilder gemalt haben und sie in den Brief mit hereinlegten", erzählt Claudia Schneider. 

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Erste Reaktionen gibt es bereits, denn mindestens sechs Antworten sind schon wieder in der Kita eingetrudelt. Sie hängen jetzt im Atrium und können von allen bestaunt werden. Die Aktion ist nicht nur eine schöne Überraschung, sondern stärkt gleichfalls das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder untereinander. "Die Kontakte dürfen trotz der Corona-Krise nicht abreißen", unterstreicht die Erzieherin.

Das findet Jeremy auch. Der Neunjährige hat Briefe an seine Kameraden mit einem Regenbogen und einer bunten Blumenwiese verschönert. "Mir fehlen meine Freunde", sagt er ganz offen. "Mit Colin kann ich telefonieren, aber Robar hat noch kein Handy. Da ist es schwieriger",  erzählt er und hofft, dass bald alle wieder zusammen in dem Knirpsenland spielen und toben können.

Normalerweise werden in der AWO Integrative Kindertageseinrichtung Knirpsenland auf dem Sonnenstein bis zu 105 Mädchen und Jungen in Krippe, Kindergarten und Hort betreut. Derzeit besuchen rund 25 Kinder täglich die Stätte, teilt Falko Vater mit. Er ist der stellvertretende Leiter der Einrichtung. Auf dem Tagesplan steht möglichst viel Bewegung an der frischen Luft in dem Garten. "Aber wir halten uns überhaupt an die Vorgaben", so Vater. Deshalb wurden die Gruppen aufgeteilt, maximal sieben Kinder spielen zusammen. Die Zimmer werden regelmäßig Stoß gelüftet.

Auf unruhige Zeiten müssen sich Kinder, Eltern und Erzieher im Sommer einstellen. Zwei große Maßnahmen sind geplant. Im Mai beginnt die Neugestaltung des Außenareals, unter anderem werden neue Spielgeräte aufgestellt, außerdem soll der Garten neu bepflanzt werden. Darüber hinaus wird das Gebäude modernisiert, es erhält ein neues Dach.

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