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Dresden

Vierfachsalto auf dem Trampolin

Die Gebrüder Scholl aus dem Circus Busch riskieren viel für die Gunst der Zuschauer. Wer sie in Dresden sehen will: Wir verlosen Freikarten! 

René Scholl (31, schwarze Hose) und sein Bruder Alfred sind der Höhepunkt im Circus Busch. © René Meinig

Gebrochene Arme, gebrochene Beine. Trampolinspringen ist kein Kindergeburtstag. Bei Sprüngen in bis zu sieben Meter Höhe muss jede Drehung sitzen, damit die Show weitergehen kann.

Im Jahr 2019 sind volle Zirkuszelte längst kein Selbstläufer mehr. Die Eltern und Großeltern wollen wissen, warum sie mit ihren Kinder und Enkel kommen sollen – noch dazu bei weit über 30 Grad im Schatten. Um die Besucher noch zu beeindrucken, gehen die Artisten an ihre Grenzen. Erst vor wenigen Wochen krachte Alfred Scholl mitten in einer Vorstellung mit dem Gesicht auf den Asphaltboden. Ausnahmsweise war mal die Technik schuld. Seitdem ziert eine lange Narbe das Gesicht des 19-Jährigen.

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Alfred und René sind die Söhne von Zirkusdirektor Hardy Scholl, der vor drei Jahren die Lizenz für den wohlklingenden Namen „Circus Busch“ übernahm. Auf dem Trampolin in der Manege werden die Jungs regelmäßig von andere Familienmitgliedern unterstützt. Der gerade achtjährige Joy, Renés Sohn, beherrscht schon den zweifachen Rückwärtssalto – und darf ihn manchmal bei der Zugabe zeigen.

In Programm von Circus Busch, das am Donnerstag auf der Cockerwiese Premiere hat, sind die Gebrüder Scholl mit ihrer Trampolinnummer ohne Zweifel der Höhepunkt. So mancher dürfte die muskelbepackten Jungs noch aus der RTL-Show „Das Supertalent“ kennen. Vor drei Jahren schickte dort die mächtig begeisterte Victoria Swarovski die Scholls als Jurorin mit dem „goldenen Buzzer“ direkt ins Finale. „Für uns persönlich gab das einen riesigen Schub“, sagt Alfred. Monatelange seien sie für große Auftritte gebucht worden. Für den Zirkus habe sich die Familie dagegen ein bisschen mehr erhofft.

Der vierfache Salto, den Alfred in der Show als Zugabe zeigte, gehört auch diesmal zum Programm. Wenn er hier wackelt und am Ende schief landet, dann schießt er auch schon mal wie Superman quer durch die Manege. Allerdings ist die Landung weit weniger sanft. Manchmal habe er sich dann sogar schon im Publikum wiedergefunden, sagt er. Alles für den Zirkus. Alles für den Zuschauer.

Für die Vorstellungen am Samstag verlost die SZ zehnmal zwei Freikarten für die 1. Loge. Schreiben Sie bis Donnerstag 18 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Zirkus“an [email protected].

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