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Abiball in der Region Döbeln kann starten

Rund 2.500 Schüler in Mittelsachsen werden ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Die feine Abendgarderobe ist nun auch wieder gefragt.

Die Abiturientinnen Leni Katharina Patzenbein, Tara Madeleine Baldauf und Jara Graf (von links) sind nun vorbereitet für ihren Abiball. Bei anderen sieht das anders aus.
Die Abiturientinnen Leni Katharina Patzenbein, Tara Madeleine Baldauf und Jara Graf (von links) sind nun vorbereitet für ihren Abiball. Bei anderen sieht das anders aus. © Falk Bernhardt

Von Falk Bernhardt und Dagmar Doms-Berger

Mittelsachsen/Region Döbeln. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätten die Abiturienten des Frankenberger Martin-Luther-Gymnasiums bereits am vergangenen Samstag in edler Garderobe vor dem Kulturforum „Stadtpark“ für ein Gruppenfoto Aufstellung genommen. Viele Abibälle waren schon für vergangenes Wochenende vorgesehen, doch die zweite Coronawelle hat viel über den Haufen geworfen.

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„Im Januar war dann überhaupt nicht mehr an so ein großes Fest zu denken“, blickt Tara Madeleine Baldauf zurück. Die 18-Jährige organisiert den Frankenberger Ball, der nun in knapp drei Wochen am 24. Juli stattfinden kann. Danach beginnen in Sachsen die Sommerferien.

„Ein anderer Termin geht fast nicht“, erklärte Lehrerin Martina Funke. „Das hat das Kultusministerium so vorgegeben, weil es Zeugnisse frühestens am 23. Juli geben darf.“ Noch bis zum Tag davor sind zusätzliche mündliche Prüfungen möglich. Zudem gehen auch die Abiturienten jetzt noch zur Schule, um Lernstoff nachzuholen.

Fast ganz normale Feiern in Sachsen möglich

Rund 2.500 Schüler machen im Juli in Mittelsachsen ihren Schulabschluss. Diese Zahl nennt Lutz Steinert vom Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung. 790 Absolventen sind es an staatlichen Gymnasien, rund 1.500 an Oberschulen. Dazu kommen noch die freien Schulen. Die Tradition der Abibälle soll fast überall wieder aufgenommen werden.

Dabei sind nur noch wenige Einschränkungen zu beachten, aller Voraussicht nach die GGG-Regel, also „geimpft, genesen oder getestet“. Genaue Entscheidungen muss das Gesundheitsamt aber noch treffen. Dennoch: Alles deutet auf Entspannung hin. Die Abiturienten können das Ende ihrer Schulzeit mit einer großen Party feiern – unter relativ normalen Bedingungen.

Am 23. Juli erhalten die Schüler in Sachsen ihr Abiturzeugnis in die Hände. Meist danach folgt der Abiball.
Am 23. Juli erhalten die Schüler in Sachsen ihr Abiturzeugnis in die Hände. Meist danach folgt der Abiball. © Symbolfoto: dpa

Die Absolventen des Lessing-Gymnasiums Döbeln feiern traditionsgemäß im Döbelner WelWel. Nach gegenwärtigem Stand sind weiter keine Auflagen, außer der Testpflicht, nötig. „Unser Hygienekonzept liegt derzeit im Landratsamt Mittelsachsen zur Genehmigung vor“, sagt WelWel-Geschäftsführer Thorsten Hartwig auf Anfrage.

Am Harthaer Luther-Gymnasium laufen ebenfalls die Vorbereitungen für die große Abschlussfeier. „Wir stecken gerade mitten in der Vorbereitung und loten alles aus“, sagt Schulleiterin Heike Geißler. Die Feier findet in der Hartharena statt.

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Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung am 1. Juli fallen für diese Veranstaltungen Maske und Kontakterfassung bei einer Inzidenz unter zehn weg – die Testpflicht beziehungsweise die Nachweispflicht über Impfschutz oder Genesung bleibt für den Innenbereich jedoch bestehen. Ein genehmigtes Hygienekonzept wird auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter zehn benötigt.

Wie verläuft die Zeugnisausgabe?

Ihren Abiball feiern die Gymnasiasten beider Schulen am 23. Juli, gleich im Anschluss an die Zeugnisausgabe. Auch der Abiball in Mittweida ist ebenfalls am 23. Juli in der Dreifeld-Halle geplant. Es ist zudem der letzte Schultag in Sachsen.

Danach beginnen die Sommerferien. Ob und wann in Rochlitz gefeiert wird, kann Marco Seifert, der Betreiber des Bürgerhauses, noch nicht sagen. Der ursprüngliche Termin des Rochlitzer Gymnasiums sei verschoben worden.

Auch an den Oberschulen kommt die Normalität langsam wieder zurück, große Bälle sind aber eher die Ausnahme. Feierliche Zeugnisübergaben stehen jedoch hoch im Kurs. Für die Zeugnisausgabe, so Michael Höhme, Schulleiter des Lessing-Gymnasiums, gäbe es derzeit noch keine zentralen Anweisungen, wonach zu verfahren sei. Im Sommer 2020 war es noch so, dass die Schüler eine Maske tragen mussten, wenn ihnen das Zeugnis überreicht wurde.

In Frankenberg rechnen die Organisatoren des Abiballs mit etwa 240 Gästen, gut 100 weniger als sonst. „Die Zusage, dass wir feiern dürfen, liegt erst seit ein paar Tagen vor“, erklärt Martina Funke.

Ihre Kleider haben viele Abiturientinnen noch gar nicht. „Wir mussten ja lange warten, bis überhaupt feststand, dass wir in diesem Rahmen feiern können“, sagt die 18-jährige Jara Graf. „Die Alternative wäre wie beim Jahrgang im Vorjahr der Schulhof gewesen.“

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Im „Stadtpark“ wird es bei diesem einen Abiball bleiben. „Es gibt gar keine Termine, die andere Schulen buchen könnten“, erläutert Mitarbeiter Mario Morgenstern. „Wir sind gut ausgelastet, am Samstag waren zum Beispiel wieder Jugendweihefeiern im Haus.“ (mit FP)

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