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Corona: 40 Prozent mehr Infektionen im Kreis Görlitz

Das Robert-Koch-Institut verzeichnete 89 neue Fälle, die Inzidenz steigt sprunghaft. Und 800 Einwohner sind wieder in Quarantäne.

Viele Tests im Landkreis Görlitz enden jetzt wieder mit einem positiven Befund.
Viele Tests im Landkreis Görlitz enden jetzt wieder mit einem positiven Befund. © Symbolfoto: dpa

Das Coronavirus verbreitet sich im Landkreis Görlitz exponentiell.

Seit Freitag verzeichnete das Robert-Koch-Institut in Berlin 89 Neuinfektionen im Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 111,8 am Sonntagmorgen, am Sonnabend lag sie noch bei 99, am Freitag bei 93,4. Vor zwei Wochen lag der Inzidenzwert laut dem RKI erst bei 33,5.

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40 Prozent mehr Infektionen als am vorigen Wochenende

Die Pandemie beschleunigt sich damit. Gegenüber dem Wochenende rund um den 3. Oktober wurden an diesem Wochenende 40 Prozent mehr Infektionen registriert.

Der Anstieg ist vor allem auf die Infektionen unter den Zehn- bis 20-Jährigen zurückzuführen. Das geht aus den bundesweiten Untersuchungen des RKI hervor, die die Behörde jeweils am Donnerstagabend veröffentlicht.

Auch der Anteil der positiven Befunde an allen PCR-Tests steigt im Landkreis Görlitz erheblich. Nach Angaben des Görlitzer Gesundheitsamtes gab es am Freitag 401 aktuell nachgewiesenermaßen infizierte Einwohner im Landkreis, die zu Hause in Quarantäne abwarten müssen, bis sie wieder negativ getestet sind oder die Erkrankung überstanden haben. In diesen Zahlen sind noch nicht die aktuellen Fälle vom Wochenende enthalten, die veröffentlicht der Kreis erst am Montag.

Zahl der Einwohner in Quarantäne hat sich verdoppelt

Außerdem müssen weitere 393 Einwohner zu Hause bleiben, weil sie enge Kontaktpersonen zu den Infizierten sind. Damit sind fast 800 Einwohner des Landkreises wieder in Quarantäne, zu Höchstzeiten der Pandemie waren es zwar mit rund 2.000 deutlich mehr, im Sommer aber waren es keine 100. Wie schnell die Pandemie voranschreitet, wird auch daran erkennbar, dass am Sonntag vor acht Tagen erst 486 Einwohner in Quarantäne waren. Wenn der Kreis die Zahlen am Montag aktualisiert, ist davon auszugehen, dass sich deren Zahl verdoppelt hat in einer Woche.

Die Lage in den Krankenhäusern ist wegen Covid-19-Patienten entspannt. Nach Angaben des Intensivregisters Divi lagen fünf Patienten in den Kliniken des Landkreises, der Kreis sprach am Freitag noch von 13 Personen, von denen vier intensivmedizinisch behandelt werden mussten.

Intensivbetten in Zittau alle belegt

Allerdings vermeldete das bundesweite Intensivregister trotz dieser geringen Zahl an Covid-19-Patienten in Zittau bereits keine freien Intensivbetten mehr und in Ebersbach eine hohe Belegung. Über die Gründe war am Wochenende nichts Genaueres zu erfahren.

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