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Virologe erklärt Corona-Tod trotz Impfung

Bei einer Infektions-Welle in einem Lawalder Seniorenheim sterben sechs Menschen - eine davon war geimpft. Ein nicht komplett erforschtes Phänomen.

Von Markus van Appeldorn
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Prof. Alexander Dalpke, Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie am Universitätsklinikum Dresden.
Prof. Alexander Dalpke, Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie am Universitätsklinikum Dresden. © Universitätsklinikum Dresden

Im Lawalder Altenheim "Seniorenhäus'l" sind jüngst sechs Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben - und eine der Toten war bereits zweifach mit Pfizer-Biontech geimpft. Dem Sozialministerium ist auf SZ-Anfrage sachsenweit kein Todesfall bekannt, bei dem die Betroffenen einen vollständigen Impfschutz aufgewiesen hätten. Dennoch: Bundesweit gibt es ähnliche Fälle. So sind nach Medienberichten im Februar in einem Seniorenheim im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg fünf zweifach geimpfte Bewohner mit Corona gestorben. Und das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern zählt seit Jahresbeginn sieben solcher Sterbefälle. SZ hat nun einen Dresdner Virologen befragt, wie es zu solchen Fällen kommen kann.

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