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Corona: Dresden setzt auf neue Handy-App

In Dresden wurde ein Programm für die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie entwickelt: Pass4all. Was es kann und wer es nutzen sollte.

Kathleen Parma gehört zu den App-Machern, Jörg Meißner von der City Apotheke Goldener Reiter zu den ersten Nutzern von Pass4all.
Kathleen Parma gehört zu den App-Machern, Jörg Meißner von der City Apotheke Goldener Reiter zu den ersten Nutzern von Pass4all. © Archiv/Rene Meinig

Dresden. Sie wurde in Dresden entwickelt, sie funktioniert und ihre Erfinder versuchen seit Monaten, öffentliche Einrichtungen, Kommunen und Institutionen für ihre Verwendung zu begeistern. Jetzt ist das gelungen. Dresden setzt beim Thema Corona auf die neue App. Das kleine Handyprogramm dient der Kontaktnachverfolgung und der Testerfassung.

Sie heißt Pass4all. Ab sofort dürfen sie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ein Vierteljahr lang kostenfrei nutzen. "Auch wenn im Augenblick die Zahlen wieder steigen, brauchen wir trotzdem langfristige Strategien für weitere Öffnungsszenarien, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

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Dabei sei wichtig gewesen, dass das Programm die Kontaktnachverfolgung mit dem Nachweis von Testergebnissen verbindet. In diesem Fall gehe es auch vor allem um die Gewerbetreibenden, die besonders unter der Pandemie leiden. "Ihnen erleichtern wir den Zugang zu einer kundenfreundlichen Lösung."

Testlauf mit Erfolg und erste Anwender

Nach einem erfolgreichen Testlauf im Gesundheitsamt fiel die Entscheidung für den Dresdner Anbieter Pass4all GmbH. Auf der Website www.pass4all.de können sich Unternehmen und Einrichtungen einfach registrieren. Ein Sitz innerhalb Dresdens befreit dabei automatisch drei Monate von der Lizenzgebühr, die Einrichtungsgebühr entfällt.

Bis zu 50.000 Euro werden dafür aus dem städtischen Haushalt gezahlt, das reicht für 7.500 Monatslizenzen. Danach gelten die monatlich kündbaren Standardtarife von Pass4all.

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Wer privat Pass4all nutzen will, lädt sich die App im App-Store oder Play-Store kostenfrei herunter und checkt künftig in vielen Einrichtungen nur noch durch einmaliges Scannen eines QR-Codes ein, die Zettelwirtschaft entfällt. Die persönlichen Kontaktdaten müssen bei Nutzung der App nur einmal zu Beginn erfasst werden und sind dann datenschutzkonform abgespeichert.

Alternativ können sich Besucher auch über eine Internet-Schnittstelle ohne App-Nutzung einchecken. Möglich ist auch, dass die Einrichtung die Registrierung für die Besucher ohne Smartphone übernimmt. Die Kontaktdaten werden dann im Infektionsfall vom Betreiber verschlüsselt digital an das Gesundheitsamt übermittelt.

Als einer der ersten Anbieter erfasst die App auch Schnelltest-Ergebnisse zertifizierter Testzentren und dokumentiert Nutzern deren Echtheit. Möglich ist das schon auf dem Messegelände und in der City Apotheke im Hauptbahnhof. (SZ/csp)

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