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Neue Chefin im Gesundheitsamt

Mitten in der Corona-Krise gibt es einen weiteren personellen Wechsel in der mittelsächsischen Behörde. Jene bekommt bald deutlich mehr Personal.

Das Gesundheitsamt des Landkreises hat seit Anfang des Jahres eine neue Chefin.
Das Gesundheitsamt des Landkreises hat seit Anfang des Jahres eine neue Chefin. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Nicht nur die Corona-Pandemie stellt das Personal des mittelsächsischen Gesundheitsamtes derzeit vor immense Herausforderungen. Auch personell hat sich in der Behörde in den vergangenen Monaten einiges getan.

Die ehemalige stellvertretende Amtsleiterin Simone Bertuleit ist ins Gesundheitsamt des Landkreises Meißen gewechselt. Zum Jahresende ist zudem die bisherige Leiterin der Abteilung, Dr. Annelie Jordan, aus dem Dienst ausgeschieden. Sie ist in den Ruhestand gewechselt.

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Seit 2008 war sie als Leiterin des Gesundheitsamtes im Einsatz gewesen. Zuvor war sie Leiterin des Gesundheitsamtes des ehemaligen Kreises Mittweida gewesen. Ganz zur Ruhe gesetzt hat sich Jordan allerdings noch nicht, wie Kreissprecher André Kaiser sagte. „Sie unterstützt das Gesundheitsamt aktuell weiterhin“, hieß es auf Anfrage.

Dr. Annelie Jordan die ehemalige Leiterin des Gesundheitsamtes. Sie ist Ende 2020 in den Ruhestand gegangen.
Dr. Annelie Jordan die ehemalige Leiterin des Gesundheitsamtes. Sie ist Ende 2020 in den Ruhestand gegangen. © Foto: Landratsamt

Neue Gesundheitsamt-Chefin kommt aus Zwickau

Zum 1. Januar hat Dr. Carina Pilling ihren Dienst am Landratsamt angetreten. Sie leitet ab sofort die Behörde, die derzeit wohl die Gefragteste des Landratsamtes ist. Pilling, die 1962 geboren wurde, war zuletzt am Gesundheitsamt in Zwickau tätig. Sie ist nach eigenen Angaben „Ärztin aus Leidenschaft sowie von Haus aus ein sehr lebensfroher und kreativer Mensch“.

Die Diplom-Medizinerin hat 1988 ihre Approbation erhalten. Im Jahr 2000 wurde sie als Fachärztin für das öffentliche Gesundheitswesen anerkannt, 2007 legte sie ihre Dissertation vor. Pilling hat langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen in öffentlichen Behörden sowie in Bezug auf Leitungsaufgaben. Seit 1995 ist sie in leitenden Funktionen im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig, seit 2001 als Amtsärztin. Zudem ist sie ehrenamtliche Geschäftsführerin des wissenschaftlichen Beirates der Saxony International School Carl Hahn gGmbH mit Sitz in Glauchau.

Dr. Carina Pilling ist die neue Leiterin des Gesundheitsamtes Mittelsachsen. Sie ist seit dem 1. Januar im Dienst.
Dr. Carina Pilling ist die neue Leiterin des Gesundheitsamtes Mittelsachsen. Sie ist seit dem 1. Januar im Dienst. © Landratsamt

Gelernt hat die Medizinerin einst Fachkraft für Wirtschaft. „Sowohl dienstlich als auch privat hat mich diese Ausbildung immer wieder bereichert.“ Es folgten eine Ausbildung im Bereich der Pflege in Dresden sowie ein Medizinstudium an der Humboldt-Universität in Berlin. Zurück in Dresden absolvierte sie ihre Facharztausbildung. Nach der Wende wechselte Pilling in den Bereich der öffentlichen Behörden. Zuletzt war sie als Amtsärztin beim Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau tätig. Über die Bestellung von Dr. Carina Pilling musste auch der Kreistag entscheiden. Die Mitglieder des Gremiums stimmten einheitlich für die Neubesetzung der Stelle.

Bis zu 80 neue Mitarbeiter geplant

Mit der Leitung des mittelsächsischen Gesundheitsamtes hat sie nun ein Team aus festen Mitarbeitern sowie zahlreichen Unterstützern während der Pandemie zu leiten. So kommen derzeit unter anderem auch Studenten der Fachhochschule Meißen sowie Soldaten der Bundeswehr vor allem bei der Kontaktnachverfolgung zum Einsatz. Um bis zu 80 Personen soll das Team der Abteilung in den kommenden Wochen aufgestockt werden, kündigte Landrat Matthias Damm (CDU) Ende 2020 an.

Derzeit liefen die Vorbereitungen, um die 80 Beschäftigten aus anderen Fachbehörden des Landratsamtes sowie weiterer Behörden und Institutionen einzuarbeiten, so Kreissprecher Kaiser. Bis zu 100 Personen sollen damit zukünftig in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden können. In der Spitze seien es schon jetzt bereits bis zu 60, aufgeteilt in zehn Teams, gewesen. Zu den weiteren Aufgaben der Kräfte gehöre die Erstellung von Quarantänebescheiden.

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„Rund 30 Beschäftigte aus der Landkreisbehörde werden in den kommenden zwei Wochen auf die neue Aufgabe sukzessive vorbereitet“, informierte André Kaiser. Da die Kapazitäten am Standort des Gesundheitsamtes in Mittweida allmählich erschöpft sind, werden Arbeitsplätze auch in Freiberg am Rotvorwerk geschaffen. Ziel der personellen Aufstockung sei es, dass die Kontaktnachverfolgung wieder innerhalb von 48 Stunden erfolgen kann.

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