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Wieder 15 neue Corona-Tote

Die Situation im Landkreis entspannt sich nicht. 178 Menschen liegen aktuell wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Soldaten der Bundeswehr unterstützen den Landkreis Görlitz aktuell bei der Nachverfolgung von Corona-Kontaktketten.
Soldaten der Bundeswehr unterstützen den Landkreis Görlitz aktuell bei der Nachverfolgung von Corona-Kontaktketten. © André Schulze

Die Zahl der Corona-Toten im Landkreis Görlitz - sie steigt immer weiter. Gleich 15 Tote musste der Landkreis am Freitag vermelden. Allerdings sind diese dem Gesundheitsamt für den Zeitraum vom 11. bis 18. November bekanntgeworden. Es handelt sich bei den Verstorbenen um sieben Frauen und acht Männer im Alter zwischen 62 und 93 Jahren. Sie kamen aus Görlitz, Bernstadt, Boxberg, Ebersbach-Neugersdorf, Kottmar, Oderwitz, Rothenburg und Zittau. Damit sind seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt 86 Personen im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Erkrankung im Landkreis Görlitz verstorben.

Seit Donnerstag sind zudem 132 neue Infektionen hinzugekommen - am Donnerstag waren 61 Neuinfektionen gemeldet worden, am Mittwoch sogar 204. Bei den neuen Fällen handelt es sich um 123 Erwachsene und neun Kinder. 43 weitere Personen gelten inzwischen als genesen.

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Aktuell sind 2.068 Personen infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz steigt damit wieder auf 269,46 je 100.000 Einwohner. Der Landkreis zählt damit weiterhin zu den am stärksten betroffenen Regionen Sachsens. 178 Menschen werden derzeit stationär in einer Klinik behandelt, 29 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Fünf Patienten befinden sich in einem Krankenhaus in Bautzen und drei Intensivpatienten werden in der Uniklinik Dresden behandelt. Die Altersspanne der in einer Klinik betreuten Personen liegt zwischen 25 und 94 Jahren.

Videobotschaft von Landrat Bernd Lange

Mit einer Videobotschaft hat sich Landrat Bernd Lange heute erneut an die Bevölkerung gewandt. Er dankte allen Helfern, die sich täglich im Einsatz zur Bekämpfung der Pandemie befinden. Noch einmal appellierte er an die Bevölkerung, sich an die Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen zu halten, um hoffentlich bald wieder in gewohnter Weise unsere Freiheit und das nahende Weihnachtsfest genießen zu können.

Gleichzeitig machte Lange nochmals auf die prekäre Situation in den Pflegeeinrichtungen aufmerksam und warb um freiwillige Helfer. Noch immer sind im gesamten Kreisgebiet vor allem Pflegeeinrichtungen sowie Wohnheime für behinderte Menschen besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Sogenannte Hotspots befinden sich in Bad Muskau, Bertsdorf-Hörnitz, Görlitz, Ebersbach-Neugersdorf, Oppach, Weißwasser und Zittau (Altenpflege). Bei den Wohnstätten für Menschen mit Behinderung ist neben Oderwitz auch Rothenburg stark betroffen.

Mundschutz-Pflicht ausgeweitet

Aufgrund der Situation gibt es weitere Änderungen bei der Maskenpflicht: Seit Mittwoch gilt sie auch im Eingangsbereich von Groß- und Einzelhandelsgeschäften sowie Läden einschließlich der Parkplätze. Vor den Schulen und Kindereinrichtungen ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen aus anderen Hausständen einzuhalten und ebenfalls Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Besonders älteren Menschen wird empfohlen, auf nicht notwendige Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten.

Interessenten für die Unterstützung in der Pflege melden sich per E-Mail an: [email protected]

Bürgertelefon im Gesundheitsamt: Das Bürgertelefon im Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz ist auch am Wochenende von 8 bis 16 Uhr unter 03581 6635656 oder per E-Mail an [email protected] zu erreichen.

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