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Corona-Inzidenz schießt nach oben

Ob bei den vielen Neuinfektionen auch positiv getestete Flüchtlinge dabei sind, lässt sich nicht genau sagen. Indes gibt es ein weiteres Todesopfer.

Von Daniela Pfeiffer
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Wer als Flüchtling bei der Bundespolizei in Ludwigsdorf landet, wird auch auf Corona getestet. Wie hoch die Fallzahlen hier sind, ist nicht bekannt.
Wer als Flüchtling bei der Bundespolizei in Ludwigsdorf landet, wird auch auf Corona getestet. Wie hoch die Fallzahlen hier sind, ist nicht bekannt. © Danilo Dittrich

Die Pandemie nimmt im Landkreis Görlitz wieder Fahrt auf. Einen gewaltigen Sprung nach oben hat die 7-Tage-Inzidenz gegenüber Mittwoch gemacht. Nach Landkreisberechnung stieg sie von 151 auf 176, die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen einen Sprung von 118 auf 148. Diesem Anstieg liegen erneut stark gestiegene Neuinfektionen zugrunde. 98 Fälle vermeldete der Landkreis am Donnerstag - 79 Erwachsene und 19 Kinder.

Ob hier auch Coronafälle bei aufgegriffenen Flüchtlingen mit in die Statistik einfließen, vermag der Landkreis nicht genau zu sagen. „In die Statistik zählen an uns übermittelte positive Fälle. Voraussetzung dafür ist, dass die testende Stelle die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermittelt“, heißt es auf SZ-Nachfrage vom Landratsamt. Bisher seien keine Auffälligkeiten oder Häufungen im Zusammenhang mit illegal Einreisenden bemerkt worden.

23 Personen, und damit eine mehr als am Vortrag, befinden sich wegen Corona im Krankenhaus, die Zahl der Intensivpatienten unter ihnen ist mit zwei weiter gleich. 596 Personen dürfen wegen eines positiven PCR-Tests derzeit ihre Wohnung nicht verlassen.

Zudem vermeldet der Kreis erneut einen Todesfall, allerdings datiert dieser bereits vom 27. Mai. Es handelt sich um einen 71-jährigen Mann aus Ebersbach-Neugersdorf. Insgesamt sind bislang 1.168 Personen im Landkreis Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.