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Impfzentrum Pirna verlängert Öffnungszeiten

Ab sofort werden noch mehr Impftermine vergeben. Doch nun fehlt es an Impfstoff.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (r.) informiert sich beim Leiter des Impfzentrums in Pirna-Jessen, Christian Thie (M.) und dem Vorsitzenden des DRK Pirna, Oliver Wehner.
Sachsens Innenminister Roland Wöller (r.) informiert sich beim Leiter des Impfzentrums in Pirna-Jessen, Christian Thie (M.) und dem Vorsitzenden des DRK Pirna, Oliver Wehner. © SZ/Gunnar Klehm

Mischt sich jetzt auch noch der Innenminister Sachsens beim Impfen ein? „Die Eindämmung der Pandemie ist eine gemeinsame Herausforderung“, sagte Roland Wöller (CDU), als er am Freitag das Impfzentrum in Pirna-Jessen besuchte. Sein Ministerium koordiniert beispielsweise den Einsatz von Landesbediensteten zur Unterstützung der Gesundheitsämter, sowie der Kräfte von Bundeswehr und Polizei. Für die Impfstrategie ist jedoch allein das Gesundheitsministerium zuständig. Wöller wollte in Pirna auch den teils ehrenamtlichen Helfern im Impfzentrum Danke sagen. „Das ist schon enorm, was hier geleistet wird“, erklärte er.

Das Pensum wird jetzt auch noch erhöht. Ab Montag, 15. März, werden die Öffnungszeiten des Impfzentrums täglich um zwei Stunden erweitert. Nun wird montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und an Wochenenden von 8 bis 18 Uhr geimpft. Damit will Sachsen auch in Pirna das Impftempo erhöhen.

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DRK ist Masse an Anrufen nicht gewachsen

Allerdings melden die Impfstoffhersteller genau jetzt, wo die Leistungsfähigkeit verbessert wird, dass es Lieferschwierigkeiten gibt. Hauptsächlich fehlten angekündigte Impfdosen von Biontech. Hunderte geplante Erstimpfungen konnten doch nicht mit diesem Impfstoff erfolgen. Stattdessen wurde der Impfstoff von Astrazeneca angeboten. Der ist inzwischen auch für über 65-Jährige in Deutschland zugelassen. Auch wenn das Innenministerium zur Taskforce „Beschaffung“ in Sachsen gehört, konnte auch Wöller bei seinem Besuch keine Besserung in Aussicht stellen.

Für das Team im Pirnaer Impfzentrum bringt ein Wechsel der Impfwilligen von Biontech zu Astrazeneca die nächste Herausforderung mit sich. Für beide Impfstoffe müssen unterschiedliche Formulare ausgefüllt werden. Das könnte zu Wartezeiten führen, zudem muss damit gerechnet werden, dass die Aufklärungsgespräche der Ärzte länger dauern. Bislang wurden aber keine größeren Probleme gemeldet.

Das DRK, das die Impfzentren in Sachsen betreut, bat jedoch darum, auf Anrufe zu verzichten. Das sei in der Masse personell nicht zu bewältigen, heißt es. Sollten Impftermine wegen eines anderen als den geplanten Impfstoff jetzt zurückgegeben werden, würden diese sofort an neue Interessenten online vergeben, heißt es.

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