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Maskenpflicht auf Görlitzer Einkaufsstraße

Es halten sich aber noch nicht alle daran. Die Stadt kontrolliert jetzt verstärkt in den Fußgängerzonen.

So schildert die Stadt Görlitz die Maskenpflicht in Fußgängerzonen aus.
So schildert die Stadt Görlitz die Maskenpflicht in Fußgängerzonen aus. © SZ

Was in Polen bereits seit mehr als zwei Wochen flächendeckend auf Straßen und Plätzen gilt, ist nun auch für die Fußgängerzonen in Görlitz seit Montag festgelegt: Maskenpflicht. 

Es betrifft in der Stadt die Berliner Straße zwischen Schulstraße und Postplatz, einschließlich der Salomonstraße bis Dresdener Straße, den Postplatz, den Platz der Friedlichen Revolution und An der Frauenkirche, die Annengasse, die Brüderstraße und den Boulevard im Stadtteil Königshufen zwischen Scultetusstraße und Schlesischer Straße. Die Stadt hat mittlerweile auch entsprechende Schilder aufgestellt. Demnach gilt die Maskenpflicht von Montag bis Sonnabend von 7 bis 22 Uhr.

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So kontrollierten am Dienstag Beamte der Polizei auf der Berliner Straße in Görlitz die Maskenpflicht.
So kontrollierten am Dienstag Beamte der Polizei auf der Berliner Straße in Görlitz die Maskenpflicht. ©  Polizeidirektion Görlitz

Nach dem Augenschein zu urteilen, hält sich bislang aber kaum jeder zweite auf diesen Straßen an die Maskenpflicht. Erschwert wird die Einsicht in die neue Corona-Auflage dadurch, dass die Fußgängerzonen in Görlitz am Morgen und auch am Abend kaum Menschenansammlungen kennen. Wer um 7 oder 8 Uhr auf der Berliner Straße, der zentralen Einkaufsstraße von Görlitz, unterwegs ist, hat Mühe, Menschen zu treffen.

Wie sich die Zeiten aber zum September geändert haben, als auch schon in Läden oder Einkaufszentren Maskenpflicht bestand, wird auch dadurch deutlich, dass die Stadt Görlitz jetzt doch Kontrollen durch das Ordnungsamt durchführt. Nicht häufig und bislang auch nicht zu den Spitzenzeiten am Nachmittag. Aber am Dienstag schlenderten städtische Vollzugsbedienstete mit Beamten der Landespolizei über die Berliner Straße. In ihrem Tross: Journalisten. Vor vier Wochen fand die Görlitzer Stadtverwaltung nicht genug Ausflüchte, um die Begleitung von Mitarbeitern des Ordnungsamtes durch Reporter von SZ und sächsische.de abzuwehren. 

Der Chef des städtischen Ordnungsamtes, Bastian Altmann,  bestätigt nun nicht nur Streifengänge der Politessen, sondern auch Schwerpunktkontrollen mit der Landespolizei. "Hauptanliegen ist zunächst, Bürger zu sensibilisieren", sagt Altmann. Sie müssten sich ja auch erst einmal auf die neue Situation einstellen. Zuständig für die Kontrollen der Maskenpflicht in den Fußgängerzonen sind zunächst die Ortspolizeibehörden, also das städtische Ordnungsamt. Es kann dazu auch Hilfe der Landespolizei erbeten. Die Polizeidirektion, so erklärte Landrat Bernd Lange am Montag vor Journalisten, habe auch ihre Unterstützung den Städten und Gemeinden schriftlich angeboten.

Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht sind bislang noch nicht gestellt worden von der Stadt Görlitz. Die meisten Bürger würden nach Einschätzung des Ordnungsamtschefs Bastian Altmann verständnisvoll auf die Hinweise der städtischen Mitarbeiter reagieren. "Gerade ältere Mitmenschen tun sich schwer damit, den schnelllebigen Entwicklungen im Hinblick auf die Corona-Regelungen zu folgen und sind oft auch dankbar, nochmals angesprochen und aufgeklärt zu werden."  

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