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Radeberger Brauerei hilft Sportlern durch den Lockdown

Auch diesem Jahr gibt es einen Spendenscheck für den RSV. Der Verein braucht die Hilfe dringend.

Brauereichef Axel Frech und der Präsident des RSV, Knut Mulansky (re.), auf dem gesperrten Rasen. Er darf wegen der Pflegearbeiten nicht betreten werden. Aber auch die Corona-Beschränkungen machen Spiele derzeit unmöglich. Die Brauerei unterstützt den
Brauereichef Axel Frech und der Präsident des RSV, Knut Mulansky (re.), auf dem gesperrten Rasen. Er darf wegen der Pflegearbeiten nicht betreten werden. Aber auch die Corona-Beschränkungen machen Spiele derzeit unmöglich. Die Brauerei unterstützt den © Sven Ellger

Radeberg. Bei diesem Telefonat muss Knut Mulansky ein Stein vom Herzen gefallen sein. Der Präsident des Radeberger Sportvereins RSV hatte kürzlich beim Geschäftsführer der Radeberger Exportbierbrauerei, Axel Frech, angerufen und gefragt, ob denn die Brauerei auch in diesen schwierigen Zeiten zum Verein steht und der RSV mit einer Unterstützung rechnen kann? „Mit haben erstmal die Worte gefehlt nach dieser Frage“, gesteht der Brauereichef. „Natürlich stehen wir auch in den für uns schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie zu den Sportlern. Auch in diesem Jahr werden wir einen Spendenbetrag an den Verein überweisen. So wie Bierfans uns die Treue halten, so bleiben auch wir den Sportlern treu.“

Trotz Spielstopps laufen Kosten beim Verein weiter

Allerdings will er die genaue Spendensumme nicht nennen. „Sie bewegt sich auf der Höhe der vergangenen Jahre“, erklärte er. Zur Erinnerung: 2019 brauchte der RSV einen neuen Rasentraktor. Der Alte war in die Jahre gekommen. Auch diese Anschaffung unterstützte die Brauerei und so ein Rasentraktor ist nicht ganz billig. Der RSV-Präsident war sichtlich froh über die Zusage. „Wir haben ja durch die Absage des Spielbetriebs keine Einnahmen. Die Ausgaben gehen aber unvermindert weiter“, sagt er und zeigt auf den akkurat gepflegten Fußballplatz. „Den müssen wir pflegen, egal ob hier Spiele stattfinden oder nicht. Auch die Verwaltungskosten gehen weiter“, sagt er.

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Selbst der Trainingsbetrieb ist nahezu eingestellt. Nur Kinder bis 14 Jahre dürfen derzeit ihre Übungsstunden abhalten. Maximal fünf Kinder sind pro Gruppe erlaubt. Glücklicherweise halten so gut wie alle Sportler weiterhin zum Verein. „Austritte hat es kaum gegeben. Die Mitgliedsbeiträge sind wichtig, um die Zeit des Stillstandes zu überstehen.“ Am Beispiel des Rasentraktors wird deutlich, wie lange sich die Brauerei schon beim RSV engagiert. Denn auch der alte Traktor wurde schon von der Brauerei gesponsert. Das war vor mehr als 25 Jahren zu Beginn der Zusammenarbeit von Verein und Unternehmen.

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Damals hatte sich Hans-Wolfgang Lambrecht, der damalige Brauerei-Geschäftsführer, zu diesem Schritt entschlossen und gesagt, die Unterstützung wird langfristig sein. Auch steuerte die Exportbierbrauerei für den RSV-Kunstrasen bekanntlich 150.000 Euro bei. Aber auch die Tore für den Trainingsplatz der RSV-Nachwuchskicker wurden spendiert. Ein weiteres Beispiel war eine neue Beleuchtung für die Wege im Stadion-Areal an der Schillerstraße. Bei der Sanierung der Gaststätte des RSV hatte sich Radeberger ebenfalls kräftig engagiert. „Ohne die Unterstützung der Brauerei schon kurz nach der Wende würde es den RSV sicher in der Form nicht geben“, so Knut Mulansky.

Das alles hat sicher dazu beigetragen, dass der 1.250 Mitglieder starke RSV mit seinen insgesamt 13 Abteilungen auch sportlich einiges vorzuweisen hat: So gehören beispielsweise die Bogenschützen zu den besten in ganz Deutschland und der Spielmannszug des RSV heimst einen Landesmeister-Titel nach dem anderen ein. Das gilt für die erwachsenen Spielleute genauso wie für den Nachwuchszug. (SZ/td)

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