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Glückauf-Gymnasium: Wieder alle an Bord

Das Gymnasium Altenberg und das Internat starten nach Corona-Fällen und Quarantäne nun mit fast normalem Schulbetrieb.

Das Altenberger Gymnasium und das Internat konnten nach den Herbstferien vollzählig starten.
Das Altenberger Gymnasium und das Internat konnten nach den Herbstferien vollzählig starten. © Egbert Kamprath

Keine Lehrer mehr in Quarantäne und nur noch ein versprengter Einzelfall unter den Schülern: "Das ist eine Person, die ihren letzten Corona-Test gerade erst hinter sich hat und noch auf das Ergebnis wartet", sagt Schuldirektor Volker Hegewald vom Glückauf-Gymnasium Altenberg. 

Die betroffenen Schüler wurden in der Vergangenheit vom Gesundheitsamt Pirna alle einmal am Anfang und einmal gegen Ende ihrer Quarantäne getestet, um ganz sicher zu gehen, dass sie Corona-frei sind. "Unsere Lehrer können sich wöchentlich einmal testen lassen", sagt Hegewald. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse, aber verpflichtend sind diese Tests nicht.   

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Raus auf den Schulhof zum Durchatmen

Hegewald ist erleichtert, dass der erste Schultag nach den Herbstferien weitestgehend normal verlief. Auch das Internat der Sportschüler hat wieder geöffnet. Doch im Schulhaus gelten jetzt einige neue Regeln: "Eine Mund-Nase-Bedeckung ist auf den Fluren Pflicht, für die Schüler der 11. und 12. Klassen auch im Klassenzimmer", sagt er.  Doch wenn der Abstand von 1,5 Metern gewährt werden kann, könne sie auch weggelassen werden: "Deshalb haben alle Lehrer auch die ausdrückliche Freiheit, jederzeit individuell zu entscheiden, raus auf den Schulhof zu gehen", sagt Hegewald: "Für die Schüler ist es wichtig, auch mal richtig durchatmen zu können." Die oberen Klassen würden sonst von 7.30 Uhr bis 15 Uhr unter der Maske stecken: "Da kriegen sie auf Dauer Konzentrationsprobleme, weil ihnen der Sauerstoff fehlt."

Erhöhtes Risiko besteht weiter

Im Dippoldiswalder Zweig des Glückauf-Gymnasiums essen die Schüler nun auch streng nach Klassen separiert an eigenen Tischen. In der Altenberger Zweigstelle haben jedoch so wenig Kinder ein Mittagessen gebucht, dass die Hygieneregeln bei der Essenausgabe im Internat problemlos eingehalten werden können: "Mit dem Essenanbieter haben wir uns in Verbindung gesetzt, dass das Salatbuffet im Moment nicht bestückt wird."

Verpflichtend eingeführt wurde das Stoßlüften nach circa 20 Minuten Unterrichtszeit. Bis Ende der Woche werden zudem alle Lehrer mit den besonders gut schützenden SFP-2-Masken ausgerüstet. "Ich bin froh über jeden Tag, an dem wir die Schüler vor Ort in der Schule unterrichten können", sagt Hegewald: "Aber wenn ich einerseits die Regelung sehe, dass sich nur Personen zweier Hausstände treffen dürfen, bei uns aber jeder Lehrer in jeder Stunde mit Personen aus 28 Hausständen konfrontiert ist, dann lässt sich ein erhöhtes Risiko einfach nicht weg reden."       

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