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Busfahrer müssen keine Maske tragen

Seit Donnerstag gilt wegen dem Coronavirus OP- oder FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn. Mittelsachsen meldet am Donnerstag 128 neue Corona-Nachweise.

Die meisten Fahrzeuge von Regiobus sowie beauftragten Unternehmen haben inzwischen eine Schutzvorrichtung im Fahrerbereich.
Die meisten Fahrzeuge von Regiobus sowie beauftragten Unternehmen haben inzwischen eine Schutzvorrichtung im Fahrerbereich. © Landratsamt Mittelsachsen

Mittelsachsen. Am Donnerstag ist die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in Kraft getreten. Eine der Hauptänderungen betrifft die Pflicht zum Tragen von OP- beziehungsweise FFP2-Masken im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Für viele Fahrgäste aber ist diese gar nicht neu, wie von der Mitteldeutschen Regiobahn sowie von Regiobus Mittelsachsen zu erfahren ist.

Knapp Dreiviertel der Fahrgäste haben schon im Vorfeld vorwiegend OP- oder FFP2-Masken getragen, informierte Regiobus auf Nachfrage. Im Zug seien schon zuvor vor allem OP-Masken getragen worden, so ein Sprecher der MRB. Doch was ist, wenn der Fahrgast keine solche Maske dabei hat?

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„Wie in den zurückliegenden Monaten weist unser Fahrpersonal auf die Einhaltung der erweiterten Maskenpflicht hin. Die Fahrer/innen werden immer, entsprechend den Umständen, situationsbedingt entscheiden müssen“, äußerte sich eine Mitarbeiterin von Regiobus.

Busse zu 30 Prozent ausgelastet

Dass im Bus die Maske zu tragen ist, hat sich bei den Fahrgästen inzwischen durchgesetzt. Die übergroße Mehrheit sei der Pflicht bisher nachgekommen, so Regiobus.

Auffällig ist für manche Fahrgäste lediglich, dass die Busfahrer selbst keine Masken tragen. „Fahrpersonale sind gemäß Sächsischer Coronaschutz-Verordnung nicht verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz während des Dienstes zu tragen“, so die Mitarbeiterin des Mittweidaer Unternehmens.

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Zudem seien in allen Bussen, wo dies technisch möglich ist, Schutzvorrichtungen eingebaut worden. Nur in wenigen Ausnahmen seien keine Schutzfolien oder Trennwände möglich. „Bei diesen einzelnen Fahrzeugen, wo die Umrüstung technisch nicht möglich ist, sind die ersten Sitzreihen abgesperrt“, sagte die Mitarbeiterin.

Die Auslastung der Busse betrage derzeit um die 30 Prozent. Das habe auch eine gute Seite. Neben der Maskenpflicht könnten damit in den meisten Fällen auch die Abstandsregeln gut eingehalten werden.

Gesundheitsamt meldet 24 Corona-Todesfälle

Acht weitere Männer im Alter zwischen 66 und 94 Jahren sowie 16 Frauen im Alter von 71 bis 95 Jahren sind in Mittelsachsen an oder mit Covid-19 verstorben. Darüber informierte am Donnerstag der Landkreis. Damit ist die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus in Mittelsachsen seit Beginn der Pandemie auf 371 gestiegen.

Die Zahl der neu gemeldeten positiven Fälle im Kreis betrug am Donnerstag 128. Die meisten neuen Nachweise gab es im Raum Mittweida mit einem Anstieg von 50 (5.472). In der Region Döbeln betrug der Anstieg 40 neue Nachweise (2.764). Im Bereich Freiberg gab es 38 weitere positive Testergebnisse (5.472). Die Gesamtzahl an Nachweisen liegt damit bei 14.248.

Den dritten Tag infolge ist zudem die Zahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken gestiegen. Am Donnerstag wurden 162 Personen stationär versorgt, 18 davon mussten beatmet werden. Am Vortag waren es noch 155 Erkrankte in den Kliniken, zu Beginn der Woche 136.

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