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Sachsen unterbindet Tanken in Polen und Tschechien

Sachsen schränkt den Grenzverkehr nach Polen und Tschechien ab Dienstag ein. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Sachsen schränkt die Ausnahmen für Reiserückkehrer aus Polen und Tschechien ein.
Sachsen schränkt die Ausnahmen für Reiserückkehrer aus Polen und Tschechien ein. © Matthias Weber

Bislang konnten Sachsen in Polen oder Tschechien kurz über die Grenze und einkaufen und tanken. Wenn sie innerhalb von 24 Stunden zurückkehrten, mussten sie bei einer Rückkehr nicht in Quarantäne, obwohl beide Länder vom Auswärtigen Amt als Risikogebiete festgelegt wurden und daher eine solche Quarantäne eigentlich nötig wäre. Eine Ausnahmeregelung für den "Kleinen Grenzverkehr" machte das möglich.

Doch damit ist jetzt Schluss. Wie das Sozialministerium am Montagabend mitteilte, gilt diese Ausnahmeregelung ab Dienstag nicht mehr fürs Einkaufen und Tanken. "Ich habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich mit Blick auf die hohen Infektionszahlen regen grenzüberschreitenden Einkaufstourismus sehr kritisch sehe", begründete Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) diese Veränderung. "Angesichts der ernsten Lage haben wir entschieden, dass Einkaufs- oder Tankfahrten nicht mehr von der Quarantänepflicht ausgenommen sind. Wir müssen die Kontakte einschränken, um die Pandemie einzudämmen."

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So dürfen nunmehr Sachsen nur noch für maximal zwölf Stunden ohne Quarantänepflicht nach Polen und Tschechien reisen, wenn sie einen beruflichen, sozialen oder medizinischen Grund haben. Das gleiche gilt für Polen und Tschechen, die nach Sachsen kommen. Berufspendler können damit weiterhin die Grenze überqueren.

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Für alle anderen dürften die Grenzen damit wieder so dicht werden wie schon im Frühjahr. So schließt Sachsen als triftige Gründe für einen Grenzübertritt in beide Richtungen jetzt folgende Anlässe aus:

  • Einkaufen
  • kulturelle Veranstaltung
  • Sportereignis
  • öffentliches Fest
  • Freizeitveranstaltung

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