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Landkreis SOE: So viele Infektionen mit Coronavirus wie noch nie

Das Gesundheitsamt hat mehr als 1.000 neue Fälle zu bearbeiten. In der Klinik in Pirna liegen jetzt 50 Covid-Patienten, in Freital und Dippoldiswalde 42.

Von Gunnar Klehm
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Noch nie wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge so viele positive PCR-Tests registriert wie am Dienstag, 2. November 2021.
Noch nie wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge so viele positive PCR-Tests registriert wie am Dienstag, 2. November 2021. © Screenshot https://experience.ar

In der aktuellen Infektionswelle mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 ist das nächste Todesopfer im Landkreis zu beklagen. Darüber informierte das Landratsamt am Donnerstag in seiner täglichen Mitteilung zur Corona-Lage. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seit Pandemie-Beginn Anfang März 2020 nunmehr 996 Tote registriert, die zuvor einen positiven PCR-Test hatten. Im Landratsamt werden in der Statistik etwas mehr als eintausend Corona-Tote geführt. In der Überprüfung wurden vom RKI allerdings einige Fälle nicht zweifelsfrei als Corona-Tote eingestuft, weshalb die RKI-Zahl etwas niedriger ist.

Wie es in der aktuellen Entwicklung weitergeht, ist nur schwer vorherzusagen, weil die Erfahrungen fehlen. Allerdings lassen die aktuellen Infektionszahlen nichts Gutes erahnen. Am Dienstag, dem 2. November, gingen beim Landratsamt in Pirna so viele positive PCR-Tests auf den Coronavirus ein wie nie zuvor.

Bundeswehr muss wieder helfen

Genau 500 positive Fälle sind für diesen einen Tag statistisch erfasst und es können noch mehr werden, denn die Zahl ist so sprunghaft gestiegen, dass das Gesundheitsamt mit der Bearbeitung kaum hinterher kommt. In Anbetracht der steigenden Fallzahlen hatte Landrat Michael Geisler (CDU) bereits zum 29. Oktober den Corona-Verwaltungsstab wieder einberufen.

Am Donnerstagmorgen waren noch rund 1.200 offene Fälle zu bearbeiten, teilte das Landratsamt mit. Aktuell seien drei Rechercheteams an den Standorten Pirna, Dippoldiswalde und Freital für die Kontaktnachverfolgung eingesetzt - auch am Wochenende. Zudem wurde ein Spezialisten-Team eingerichtet, um die Infektions-Geschehen in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie der Altenpflege zu erfassen und geeignete Maßnahmen mit den jeweiligen Betreibern abzustimmen und zu ergreifen. Über 100 Verwaltungsmitarbeiter wurden für die Corona-Maßnahmen abgestellt. Fünf Soldaten der Bundeswehr unterstützen wieder die Arbeit.

Auch das Bürgertelefon wurde aufgrund des erhöhten Aufkommens von Anfragen mit Personal verstärkt. Das ist unter den Rufnummern 03501 5151166 und 03501 5151177 von 8 bis 16 Uhr besetzt.