merken
PLUS Zittau

Weitere Corona-Tests in Zittauer Heim

In der Behinderteneinrichtung gab es mehrere positive Fälle. Auch die Kontaktlisten werden nun überprüft. Zu spät, kritisieren mehrere Leser.

Symbolfoto
Symbolfoto © Archiv/Marius Becker/dpa

Das mobile Corona-Test-Team ist am Donnerstag im Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung in Zittau tätig gewesen. Das bestätigte Kreissprecherin Julia Bjar auf SZ-Nachfrage. In dem Heim waren zuvor laut Auskunft des Betreibers zwei Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Das gesamte Heim mit seinen 38 Bewohnern steht deshalb unter Quarantäne. 

Durch das Kreisgesundheitsamt werden alle eingereichten Listen von Kontaktpersonen gesichtet und abgearbeitet, teilt Julia Bjar weiter mit. Das betreffe nicht nur das Wohnheim, sondern auch die Zittauer Werkstätten, in denen viele der Bewohner beschäftigt sind. Auch in den Zittauer Werkstätten waren zuvor mehrere Mitarbeiter - nach Hinweisen von Lesern soll es sich um fünf Personen handeln - positiv getestet worden. Die Zittauer Werkstätten hatten in der Folge verschiedene Abteilungen geschlossen, weil sich die Mitarbeiter in Quarantäne befinden.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Wie Zweigwerkstattleiterin Kerstin Klaus jetzt mitteilte, sind am Donnerstag die ersten Mitarbeiter aus der Quarantäne wieder auf Arbeit zurückgekehrt. Das sei erfreulich, meint Frau Klaus.

Kritik an später Reaktion

Andere sind weniger erfreut. So habe das Gesundheitsamt nach Meinung einer Leserin viel zu spät reagiert. Von einer positiv getesteten Mitarbeiterin habe dem Amt laut Aussage der Leserin die Kontaktliste seit einer Woche vorgelegen, ohne das etwas passiert sei. Dass die offensichtlich bekannten Kontaktpersonen nicht wenigstens in Quarantäne geschickt wurden, wenn das Testen schon so lange dauere, ist für die Leserin unverständlich.

Kritik gibt es aber auch an den Werkstätten selbst, die nach Meinung einer anderen Leserin nicht ausreichend über die Corona-Fälle informiert haben. So habe es keine Auskunft an Pflegedienste oder Fahrdienste gegeben, schreibt die Leserin. Der laufende Betrieb sei normal weitergeführt worden, ohne die anderen Mitarbeiter zu testen. Die Leserin kann diese Vorgehensweise nicht verstehen, bezeichnet das Handeln gar als grob fahrlässig. Denn die Pflegedienste kümmern sich auch um andere Menschen, die dadurch vielleicht unbewusst der Gefahr ausgesetzt werden, sich mit Corona anzustecken.

Sollten sich aus den heutigen Tests und der Überprüfung der Kontaktlisten Konsequenzen - sprich weitere Tests oder Quarantänen - ergeben, werden diese mit den jeweiligen Personen besprochen, heißt es vonseiten des Landkreises.

Sie wollen schon früh wissen, was gerade zwischen Oppach und Ostritz, Zittauer Gebirge und A4 passiert? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter "Löbau-Zittau kompakt".

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Zittau